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Muschi-Massage – Wenn aus purer Entspannung Lust wird

Was gibt es Schöneres, als sich vom Partner so richtig verwöhnen zu lassen?! Bei Massagen denken wir ja erst einmal an wohltuende entspannende Hände, die über unseren Körper gleiten. Wer schon einmal eine ayurvedische Öl-Massage erlebt hat, weiß, wie wunderbar leicht man sich hinterher fühlt. Oder eine Schokoladen-Massage! Aaah! Komplett eingeölt bekommen jeder Muskel und jedes Körperteil liebevolle Aufmerksamkeit. Jeder Körperteil? Nein, da fehlt ja immer etwas. Und wie schön ist es, auch hier verwöhnt zu werden! Mittlerweile gibt es professionelle Yoni- und Lingam-Massagen, bei denen es speziell um unsere intimsten Stellen geht. Aber dafür müssen wir gar nicht in ein Studio. Das können wir auch zuhause in unser Liebesspiel einbauen. Pur oder als Teil des Ganzen. Als Vorspeise oder auch als Hauptgericht. Mit und ohne Orgasmus. Als Tagesgericht eignet sie sich nicht so gut, denn wir brauchen etwas mehr Zeit als gewöhnlich.

Entdecke die Vielfalt des weiblichen Geschlechts

Meiner Meinung nach kommt die Yoni, Möse, Muschi, Pussy – wie auch immer wir sie nennen – beim erotischen Spiel viel zu kurz. Bei aller Liebe, die wir für die Klitoris empfinden, sollten wir unsere Aufmerksamkeit doch auch hin und wieder auf die gesamte Vulva, also den sichtbaren Teil des weiblichen Geschlechts, richten. Der Weg ist das Ziel und jede Beschäftigung mit dem Körper der Liebsten oder auch des Liebsten sollte ein Hochgenuss sein und nicht nur dem Erreichen eines Orgasmus dienen! Deswegen ist der Höhepunkt am Ende auch nur ein Goody, nicht aber die Voraussetzung. Als Vulva wird der äußere sichtbare Teil des weiblichen Geschlechts bezeichnet. Was gibt es hier nicht alles zu entdecken! Schamhügel, äußere und innere Schamlippen (Labia majora und Labia minora), Klitoriseichel, Klitorisschaft (ja, so etwas haben wir auch!), Klitorisschenkel, Scheideneingang, Harnröhrenausgang. Und das alles ist umgeben von erektilem Gewebe, das sehr empfänglich für Berührungen ist und bei Erregung anschwillt. Wenn ihr euch die Vulva eurer Liebsten während der Massage genau anschaut, werdet ihr die Veränderungen gar nicht übersehen können. Denn nicht nur wird das Gewebe dicker, es verändert auch seine Farbe, da es stärker durchblutet wird. Allein dieser Anblick ist schon wert!

Schenke Deiner Partnerin Deine ganze Aufmerksamkeit

Kerzenlicht und eine angenehme Raumtemperatur stimmen auf das Kommende ein. Am Besten ist es, wenn ihr euch von außen nach innen durchverlustiert. Je erregter eine Frau ist, desto erogener werden die inneren Bereiche und desto angenehmer die Berührungen. Setzt euch dazu auf eine Seite oder zwischen die gespreizten Beine eurer Liebsten. Ein leichter Druck mit dem Handballen auf den Venushügel lädt zum Entspannen ein. Mit einem angenehm duftenden und erwärmten Massageöl könnt ihr an den äußeren Schamlippen sanft beginnen. Massiert sie in ruhigen Bewegungen von oben nach unten, rollt und knetet sie zwischen euren Fingern. Vielleicht bemerkt ihr jetzt schon die ersten Veränderungen. Hier befinden sich auch die beiden Klitorisschenkel, umhüllt von den Schwellkörpern, die sich ähnlich denen des Penis mit Blut füllen und erigieren. Ganz langsam könnt ihr die inneren Schamlippen mit einbeziehen. Fühlt einmal, wie zart das Gewebe ist! Es schadet übrigens nicht, eurer Partnerin zu sagen, wie schön ihr ihre Vulva findet. Viele Frauen mögen ihr eigenes Geschlecht nicht und sind ganz überrascht, wenn sie feststellen, dass ihr Partner das ganz anders wahrnimmt. Es hilft ihnen dabei, sich selber besser zu akzeptieren.

Am oberen Ende der inneren Labien befindet sich die Klitoris. Aber zuvor haben wir noch eine andere aufregende Stelle zu erkunden. Denn am unteren Ende liegt ganz versteckt der Harnröhrenausgang. Und auch dieser ist eine hocherogene Zone, da sich hier sich sehr viele Nervenenden befinden. Bei Erregung zieht er sich bei manchen Frauen in den Scheideneingang zurück und ist nur schwer zu finden. Noch ein Grund mehr, sich die Veränderungen ganz genau anzuschauen. Hier kommt übrigens auch die Flüssigkeit heraus, wenn eine Frau ejakuliert. Überlegt doch einmal, wo bei euch die Samenflüssigkeit herausschießt. Genau, aus der Harnröhre! Und ihr wisst sicherlich auch ganz genau, wie schön die Berührung an dieser Stelle ist, sei es mit den Händen oder mit der Zunge. Im Grunde sind wir gar nicht so verschieden. Es sieht alles nur etwas anders aus. Und auch der Scheideneingang ist sehr empfindsam. Ihr könnt ganz leicht mit einem oder zwei Fingern eintauchen in das köstliche Nass. Schaut einmal, wie er sich im Laufe der Erregung verändert. Auch hier füllt sich das umliegende Gewebe mit Blut und wird dadurch fester und dunkler.

Auf zur Klitoris. Sie zieht sich bei Erregung hinter die Vorhaut zurück, da sie die direkte Berührung dann häufig als unangenehm empfindet. Dadurch ist sie nicht immer leicht zu finden. Aber ihr habt Zeit und notfalls könnt ihr eure Partnerin auch fragen. Lieber einmal Unwissenheit zugeben als immer im Dunkeln herumstochern! Wenn ihr sie gefunden habt, könnt ihr sie sanft zwischen den Fingern rollen. Dabei werdet ihr auch den mittlerweile sicherlich angeschwollenen Schaft bemerken. Kleine, kreisende Bewegungen oder ein leichtes Auf und Ab und eure Partnerin wird vor Wonne stöhnen. Mit gespreizten Fingern könnt ihr beidseitig an der Klitoris Richtung Scheideneingang herabgleiten. Apropos gleiten: Achtet darauf, dass eure Partnerin immer genug feucht ist und nehmt zwischendurch gern noch etwas Gleitmittel.

Zeit ist die halbe Miete

Also, noch einmal ganz deutlich: Es geht hierbei nicht darum, eure Partnerin im Nullkommanichts zum Orgasmus zu bringen. Lasst euch Zeit, so dass ihr beide jede Berührung genießen könnt. Es muss jetzt auch nicht weitergehen. Und eure Partnerin sollte sich auf keinen Fall dazu verpflichtet fühlen, etwas zurückgeben zu müssen. Manchmal ist es einfach schön, die Liebkosung und die Aufmerksamkeit zu genießen, ohne sich weiteren Druck zu machen.

 

Copyright by ORION, veröffentlicht auf https://www.orion.de/blog/muschi-massage-wenn-aus-purer-entspannung-lust-wird/

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Liebe Deine Vagina

Die meisten Frauen wissen schon ganz genau, wie ihr Körper aussieht. Besonders oft stehen wir vor dem Spiegel und schauen uns an, was uns nicht gefällt. Schade eigentlich, denn dabei übersehen wir die Schönheit unseres Körpers. Allerdings gibt es da auch noch einen Bereich, dem so gar keine Beachtung geschenkt wird. Und das ist der zwischen unseren Beinen. Welche Frau setzt sich schon regelmäßig mit einem Spiegel in der Hand hin und schaut sich ihr Geschlecht an. Ganz im Gegenteil herrscht hier sogar eine erstaunliche Unkenntnis der weiblichen Anatomie. Wir haben ja drei Ausgänge da unten. Scheide, Harnröhre, und After. In welcher Reihenfolge? Ich habe das hier mal absichtlich durcheinander gebracht. Richtig liegt, wer Harnröhre, Scheide, After getippt hat. Männer wissen zumeist besser Bescheid über den Intimbereich ihrer Partnerin als diese selbst. Das kann doch eigentlich nicht sein, oder?! Woran liegt diese weibliche Zurückhaltung und wie können wir das ändern?

Mal wieder sind die Eltern schuld

Ja, das sind sie tatsächlich, denn der Grundstein wird schon in der frühkindlichen Sexualerziehung gelegt. Ich möchte aber hinzufügen, dass sie das natürlich nicht mit Absicht machen. Eltern kennen das: ihr kleiner Junge pinkelt in hohem Bogen quer über den Wickeltisch in Richtung Elterngesicht. Gejauchze, wie lustig, dieser kleine Penis, was der schon alles kann! Und er legt noch einen drauf und überrascht mit einer winzigen Erektion. Wow! So früh schon! Während der Penis also hervorsticht und förmlich nach Beachtung schreit, liegt das Lustzentrum eines Mädchens versteckt und wird oft mit Missachtung gestraft. Benannt werden Arme, Beine, Bauch, nur die Vagina scheint namenloses Terrain zu sein. Dass Eltern bei der ganzen Missbrauchsdebatte vorsichtig sind, ist absolut verständlich. Nur schleichen sich bei dem kleinen Mädchen erste Zweifel ein, ob das da unten alles so seine Richtigkeit hat. Und so geht es auch weiter. Während der Junge seinen Penis ausgiebig begutachten kann, müsste ein Mädchen schon zu den Zirkusattraktionen gehören, wollte es mit eigenen Augen bewundern, was es da zwischen den Beinen hat.

Irgendwann kommt es dann in der Pubertät oder sogar erst im Erwachsenenalter auf die großartige Idee, einen Spiegel zu Hilfe zu nehmen, um endlich nachzuschauen. Und da kommt oft die nächste Ernüchterung. Ich habe keine Zahlen, aber nach meiner Erfahrung finden nur wenige Frauen ihre Vulva auf den ersten Blick schön. Sehr viel häufiger stellt sich sogar ein Ekelgefühl ein. Männer können das kaum nachvollziehen. Zumindest für die Heterosexuellen ist das Geschlecht einer Frau ein ganz einzigartiger und absolut antörnender Anblick. Sie bekommen nicht genug davon, wollen es sehen, anfassen, schmecken, darin eintauchen. Mit Glück lernen die Frauen durch die Augen der Männer dann im Verlauf ihrer sexuellen Erfahrungen ihr eigenes Geschlecht lieben. Natürlich nur, wenn sie eine positive Rückmeldung bekommen. Deshalb appelliere ich hier an die Männer: Sagt eurer Liebsten, wie schön ihr ihre Vulva findet!

Überwindet Euch – schaut Euch an, berührt Euch und lasst Euch anschauen!

In der klassischen Sexualtherapie gibt es ein schöne Methode, die sich abgewandelt auch bei der orgasmischen Meditation (der Artikel kommt noch) wiederfindet: Die Betrachtung und Beschreibung des Genitalbereichs. Es erfordert etwas Mut von der Frau, aber es lohnt sich. Immerhin winkt ein entspanntes Verhältnis zur eigenen Lust.

  1. Mit gespreizten Beinen setzt ihr euch bequem ins Bett, lehnt euch an und betrachtet mit einem Handspiegel zuerst oberflächlich den gesamten Genitalbereich und dann detailliert die inneren Labien. Welche Farbe und Form haben diese und wie fühlen sie sich an? Wo ist die Klitoris unter ihrem „Häubchen“, wo ist der Harnröhrenausgang, wo der Scheideneingang und wo Damm und Anus? Danach könnt ihr euch entspannen und überall am Körper streicheln.
  2. Im nächsten Schritt könnt ihr euch über Berührungen erforschen. Ihr könnt berühren, tasten und streicheln und dadurch herausfinden, welche Art und Stärke angenehm ist und wo ihr besonders sensibel seid. Manchmal hilft auch hier ein Spiegel, um zu sehen, wo ihr euch gerade befindet. Dabei könnt ihr auch eine Gleitcreme verwenden, da eure eigene Feuchtigkeit über eine längere Zeit nicht ausreichen wird. Und auch hier könnt ihr euch hinterher streicheln.
  3. Wenn ihr soweit seid, kann euer Partner dazukommen. Nun setzt er sich vor eure gespreizten Beine und beschreibt genau, was er sieht. Respektvoll und wertschätzend sollte das sein, damit ihr euch wohlfühlen und entspannen könnt. Und wieder darf hinterher gestreichelt werden.

Lasst euch dabei Zeit und geht immer nur so weit, wie ihr es in dem Moment könnt. Vielleicht mögt ihr zuerst nur kurz hinsehen und beim nächsten Mal schon etwas länger. Vielleicht dauert es, bis ihr Euch zu der Übung mit eurem Partner traut. Das ist völlig in Ordnung. Die Übung ist dazu da, diesen so oft vernachlässigten und ungeliebten Körperteil in das eigene Körperbild zu integrieren. Ein wunderbarer Nebeneffekt ist die Intimität, die sich einstellt, wenn ein Paar sich so nah ist. Apropos Paar, natürlich ist die Übung andersherum auch für euren Partner geeignet! Männer kennen zwar ihren Penis ganz genau. Aber was da noch so alles ist, wie die Unterseite des Penis, Hodensack, Damm und Anus, entzieht sich auch hier oft der Aufmerksamkeit.

 

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