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Cunnilingus: Mit der Zunge bis zum Himmel

Eine Filmszene, wie wir sie alle schon einmal gesehen haben: Ein Paar im Bett, nackt, schwitzend, nur von einem leichten Laken bedeckt. Er dreht sie auf den Rücken, küsst sie, wandert mit der Zunge von den Brüsten hinab zwischen die weitgeöffneten Schenkel. Sie stöhnt, krallt sich im Laken fest, wirft den Kopf hin und her. Dann kommt er langsam wieder hoch, lässt sie in ihrer Lust zappeln, dringt in sie ein und beide explodieren Sekunden später in einem gemeinsamen fulminanten Höhepunkt. Soweit der Film. Lickjob, Cunnilingus, Lecken – wie immer man es auch nennt, richtig ausgeführt bereitet es den meisten Frauen höchstes Vergnügen. Und auch die Männer lecken nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Eine Frau an ihrer intimsten Stelle zu riechen und zu schmecken, ist erotischer Hochgenuss. Da wird mit der Zunge und den Lippen liebkost und nicht selten gibt es zur Belohnung einen ausgiebigen Höhepunkt. Für den willigen Liebhaber gibt es aber einiges zu beachten, wenn er als Vagina-Flüsterer überzeugen möchte.

Die Vertreibung der Schamgefühle

Ein erster Tipp vorweg: Während Männer schon früh an ihrem Penis herumspielen, haben viele Frauen ein Schamgefühl ihrer Vagina gegenüber. Sie empfinden ihre Vulva nicht als schön und begehrenswert, mögen den eigenen Geruch nicht. Da ist es gut, wenn Ihr sie langsam auf die oralen Freuden vorbereitet. Vielleicht duscht oder badet Ihr vorher gemeinsam und erkundet zusammen vor dem Spiegel, was es alles Schönes zu entdecken gibt. Gebt Eurer Partnerin das Gefühl, angenommen zu werden, damit sie sich voll entspannen kann. Am Anfang können ihre Beine auch geschlossen bleiben und Eure Zunge sanft zwischen ihre Lippen gleiten und nur die Klitoris umspielen. So können sie sich langsam daran gewöhnen und die Scheu ablegen.

Das richtige Gefühl für die Lust bekommen

Wir Frauen mögen es sehr, wenn Ihr wie in der Filmszene ganz langsam mit den Lippen von den Brüsten bis hinunter zum Schambein wandert. Wir lieben das Gefühl, dass Ihr Euch Zeit lasst auf Eurem Weg. Im Gegensatz zu Euch Männern brauchen wir nämlich länger, um auf der Erregungskurve nach oben zu reiten. Erkundet mit der Zunge und den Lippen unsere weiche Haut und unsere kitzeligen Stellen. Schon die Vorfreude auf das Kommende macht uns wild! Deswegen solltet Ihr nicht geradewegs auf das Ziel losgehen, sondern erst einmal im großen Bogen darum herumkreisen. Ganz langsam nähert Ihr Euch dann dem Lustzentrum, bereitet uns auf Eure Liebkosungen vor. Endlich könnt Ihr Euch dieser erogensten aller Zonen widmen. Leckt mit der Zunge über die inneren Schamlippen, saugt an ihnen. Bittet Eure Partnerin, Euch ein Zeichen zu geben, wie fest Ihr das machen könnt. Jede Frau empfindet und reagiert anders. Ihr werdet schnell herausfinden, was Eurer Partnerin wirklich gefällt, wenn Ihr auf ihre Reaktionen achtet und mit ihr sprecht.

Die Klitoris befindet sich am oberen Ende der inneren Schamlippen. In diesem empfindsamsten Punkt des weiblichen Körpers laufen 8000 Nervenenden zusammen. Sie wird ähnlich wie Eure Eichel von einer Vorhaut geschützt. Diese könnt Ihr vorsichtig nach oben ziehen und dadurch die kleine Perle freilegen. Je erregter eine Frau ist, desto empfindlicher wird sie hier. Manche Frauen empfinden die direkte Stimulation allerdings als schmerzhaft. Da heißt es dann, immer schön mit der Zunge darum herum kreisen. Auch nach dem Höhepunkt solltet Ihr Euch mit der direkten Berührung zurückhalten. Das kennt Ihr sicherlich von Eurer eigenen Empfindlichkeit an der Eichel nach einem Orgasmus. Seid daher lieber vorsichtig und steigert die Intensität, wenn Ihr merkt, dass es Eurer Partnerin gefällt. Mit der Klitorisperle seht Ihr übrigens nur einen kleinen Teil dieses Lustorgans. Denn das zieht sich bis in das Becken hinein und umschließt mit den Klitorisschenkeln den Scheideneingang. Also immer schön mit der Zunge oder den Fingern auch den Rest der Vulva beglücken! Um leichter an die tieferen Stellen zu kommen, könnt Ihr Eurer Partnerin ein Kissen unter den Po schieben. Dieses Gefühl, so offen und nackt vor Euch zu liegen, kann die Erregung zusätzlich steigern. Gerade auch, wenn die Vulva rasiert ist. Und jetzt könnt Ihr mit der Zunge oder einem Finger in Eure Partnerin eindringen. Auch das gefällt vielen Frauen, während sie so verwöhnt werden.

Stellungswechsel

Die Hände könnt Ihr ohnehin dazu nehmen, wenn Eure Zunge Entspannung braucht. Und natürlich könnt Ihr irgendwann auch die Stellung wechseln. Aber Achtung: Niemals die Position kurz vor dem Höhepunkt wechseln! Da mögen wir keine Unterbrechungen. Es sei denn, Ihr habt noch genügend Energie, um uns wieder bis zu diesem Punkt zu bringen. Was für ein Anblick, wenn Eure Liebste auf allen Vieren vor Euch kniet! Ihr könnt Euer Gesicht ganz eintauchen und Eure Partnerin riechen und schmecken. Der intensive Geruch wirkt auf viele wie ein Aphrodisiakum. Wenn beide offen dafür sind, könnt Ihr in dieser Position auch den Damm und den Bereich um den Anus liebkosen. Wer mag, nimmt ein Sex Toy dazu oder taucht mit dem Finger in den Anus ein. Das verschafft zusätzliche Lustgefühle. Denn auch hier laufen viele Nervenenden zusammen, weshalb der Anus ebenfalls zu den erogensten Zonen bei Mann und Frau gehört. Eure Partnerin kann sich auch über Euch hocken und damit selber den Rhythmus bestimmen und Euch zu den Stellen führen, die ihr besonders gefallen. Und wer mag, kann jetzt auch in die legendäre Stellung 69 wechseln. Dann könnt Ihr Euch gegenseitig mit dem Mund verwöhnen. Wie erregt Ihr auch seid, haltet Euch bitte so lange zurück, bis Eure Partnerin gekommen ist! Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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„How to finger a girl“ – Wie es Frauen wirklich wollen

Sie liegen im Bett. Endlich. Auf dem Weg zum Ort seiner Träume bahnt er sich seinen Weg mit den Fingern durch die Schamlippen. Ein kurzer Halt, ein wenig Hin- und Hergerubbel und schon verschwinden die Finger in der Vagina. Hier stößt er munter hinein – möglichst tief, schließlich ist das beim Koitus ja auch so. Und möglichst schnell, schließlich ist es das, was ihm am Penis ja auch am besten gefällt. Das sollte ihr dann doch mindestens genauso gut gefallen. Sie stöhnt ihm zuliebe ein wenig, wirft den Kopf hin und her und denkt, hoffentlich ist es bald vorbei. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Am Ende fällt er glücklich und befriedigt an ihrer Seite auf die Laken. Und sie? Sagt, wie schön es war, verschweigt, dass sie wieder nicht gekommen ist oder ihm etwas vorgespielt hat. Bloß nicht darüber reden. Was läuft schief? Schließlich hat er durchaus gute Absichten und möchte ihr doch Lust verschaffen. Warum klappt es dann nicht? Und was wollen Frauen wirklich?

Stolperfalle Penisvergleich

Der Weg zum weiblichen Orgasmus ist tatsächlich nicht ganz einfach. Bleiben wir bei dem Vergleich zur männlichen Lust, denn dann wird einiges klar: Während der Penis als Hauptverantwortlicher des männlichen Höhepunkts wohl nicht zu übersehen ist, hat die Klitoris eine ebenso wichtige Bedeutung, spielt aber ein Versteckspiel mit uns und muss erst einmal gefunden werden. Wer sich auf die Suche macht, wird reich belohnt: Richtig berührt, verspricht die Stimulation höchste Wonnen bis zum Höhepunkt. Aber da wartet auch schon die nächste Hürde. Während ein Penis relativ robust ist und gern auch einmal etwas härter rangenommen wird, ist die Klitoris äußerst launisch. In dem einen Moment mag sie es etwas fester, schon im Nächsten aber reagiert sie auf genau die gleiche Berührung mit Druckempfindlichkeit und manchmal sogar Schmerz. Und dann ist es auch noch nicht allein mit der kleinen sichtbaren Klitorisperle getan. Denn die sitzt wie die männliche Eichel auf ihrem in diesem Fall winzig kleinen Schaft und verfügt zudem über zwei lange Schenkel, die wie die Schwellkörper des Penis bei Erregung anschwellen und von der Perle bis zum Scheideneingang verlaufen. Alles zusammen ist bestens geeignet, um Lustgefühle hervorzurufen! Es ist aber auch kein Wunder, wenn ein Mann sich da nicht gleich zurecht findet. Zumal es jede Menge Frauen gibt, die von ihrem Partner erwarten, dass der instinktiv weiß, was er zu machen hat. Und instinktiv denkt der an seinen Penis und damit sind wir wieder in der Geschichte oben. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Ende und so kann aus jedem Mann ein Finger-Spezialist werden!

Die richtige Technik

So, und was muss er nun machen, um seine Liebste in den siebten Himmel zu befördern? Das haben die Macher von Simple Pickup ganz großartig in ihrem Video „How to finger a girl“ unter Zuhilfenahme von viel Obst umgesetzt. Sie zeigen sehr eindrucksvoll, wie es eben nicht geht und worauf Frauen abfahren. Für das Video wurden 100 Frauen befragt. 90% mögen es, wenn ihr Partner sie mit den Fingern stimuliert. 60% bekommen keinen Orgasmus durch die Penetration – wozu ich auch die Finger-Penetration zählen möchte. Das ist nichts Neues, wobei die Zahlen in offiziellen Studien mit bis zu 96% Penetrations-Orgasmuslosigkeit noch deutlich höher liegen. Mit Sex Toys, Händen oder der Zunge stehen die Chancen schon deutlich besser. Das müssen Männer wie auch Frauen aber erst einmal wissen! So manche Frau hat schon von sich selbst gedacht, nicht orgasmusfähig zu sein, weil sie die vielen wunderbaren Orgasmen jenseits des reinen Koitus nicht als eigenständige Höhepunkte wahrgenommen hat!

Hier habe ich für euch die wichtigsten Tipps mit ein paar eigenen Anmerkungen zusammengefasst:

  1. Fingernägel kürzen, damit es zu keinen Verletzungen kommt. Die Vaginalschleimhaut ist empfindlich und außerdem fühlen sich kratzende Fingernägel nicht gut an.
  2. Wie sieht es mit der Erregung der Liebsten aus? Ist sie feucht genug? Denn das ist ganz wichtig, damit die Finger schön flutschen. Manche Frauen werden bei Erregung sehr schnell sehr feucht, andere sind zurückhaltender. Sollte es nicht so richtig ausreichen, können ein kurzer Lickjob oder Gleitmittel Wunder bewirken.
  3. Alles dreht sich um die Klitoris! Sie ist bei den meisten Frauen der Türöffner zum Orgasmus. Nicht einfach die Finger in die Vagina stecken und hoffen, dass das schon reichen wird. Wo die Klitoris liegt und wie sie stimuliert werden sollte, wird in dem Video genau gezeigt.
  4. Die Klitoris ist kein Penis und sollte auch nicht so behandelt werden. Kein schnelles ruckartiges Rauf und Runter (ich liebe die Szene mit der Banane!), sondern sanftes kreisförmiges Streicheln der kleinen Perle. Die Betonung liegt auf sanft. Erst wenn sich die Partnerin wohlfühlt, kann der Druck leicht verstärkt werden. Zwischen zwei Fingern lässt sich die Klitorisperle reiben, dabei kommt auch der oben erwähnte Schaft, auf dem sie sitzt, zum Zuge. Wenn man genau fühlt, kann man diesen kleinen Schlauch auch ertasten. Wenn es der Liebsten gefällt, ist auch sanftes Streichen über die Klitorisperle möglich. Dabei bitte immer darauf achten, dass auch wirklich genügend Feuchtigkeit vorhanden ist! Die Stimulation wird sonst wirklich schnell schmerzhaft.
  5. Im Video wird anhand einer aufgeschnittenen Orange, die als Uhr fungiert, demonstriert, wie die Sache nun noch weitergehen kann. Auf zwölf Uhr liegt die Klitoris, auf der sechs der Scheideneingang. Im Uhrzeigersinn streichen die Finger von der zwölf seitlich im Halbkreis über die sechs und auf der anderen Seite wieder bis zur zwölf zurück, also einmal rund um Klitorisperle, Schamlippen und den Scheideneingang herum. Und hier in den Schamlippen befinden sich auch die Klitorisschenkel mit den beiden Schwellkörpern. Hier ist also volle Lust angesagt! Achtet einmal darauf, wie sich das Gewebe mit steigender Erregung verändert. Denn es schwillt an, wird dunkler und fester. Sehr schön an dieser Stelle der Hinweis, dass zwölf Uhr, also die Klitoris, dabei auf keinen Fall wie eine klirrende Alarmglocke gerieben werden sollte.
  6. Und erst jetzt, wenn sie wirklich erregt ist, dürfen die Finger auch einmal eintauchen in das köstliche Nass. Ob gerade oder gekrümmt, ist bei jeder Frau unterschiedlich. Einfaches Rein und Raus ist der Sache allerdings wenig dienlich. Jetzt wird entweder die vordere oder die hintere Scheidenwand stimuliert. Denn hier liegen die erogenen Zonen. Und dabei bitte nicht draußen die Klitoris vergessen! Die möchte natürlich weiterhin beachtet werden. Wenn die Liebste stöhnt und zeigt, dass es ihr gefällt, sollte auf keinen Fall das Tempo gewechselt werden! Auch ein wichtiger Unterschied zum Mann. Denn statt den Höhepunkt nur hinauszuzögern, kann es zum kompletten Abbruch kommen. Und das will hier keiner.

 

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