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Liebt es sich besser mit oder ohne Vorhaut?

Weg damit? Oder lieber behalten? Diese Frage treibt vor allem die Männer um, die mit einer Vorhaut aufwachsen und dann aus ästhetischen oder sexuellen Gründen beschließen, sich von diesem kleinen Stück Haut zu trennen. Sieht es männlicher aus? Lässt es den Penis größer erscheinen? Ist es lustvoller? Kommt man schneller zum Orgasmus oder lässt er sich im Gegenteil länger hinauszögern? Und was mögen Frauen? Fragen über Fragen, die ein Mann sich stellt, wenn sich die Idee erst einmal im Kopf festgewurzelt hat. Prinzipiell spricht erst einmal nichts gegen eine Beschneidung, wenn ein erwachsener Mann sich aus freien Stücken dazu entscheidet.

Vor- und Nachteile aus weiblicher Sicht

Für einen Mann, der bereits als Kind beschnitten wurde, ist es schwer, einen Unterschied zu benennen. Immerhin kennt er ja nur das Leben ohne Vorhaut – oder eben mit, wenn sie dran geblieben ist. Ich als Frau kann nur als Beteiligte mitreden, nicht als Betroffene. Und das ist dann doch noch etwas anders. Ich kann auch nicht behaupten, dass ein Mann männlicher aussieht, nur weil die Eichel frei sichtbar ist. Meiner Meinung nach hat Männlichkeit mit anderen Faktoren zu tun. Aber ich weiß, wie es ist, mit einem Liebhaber mit oder ohne Vorhaut zusammen zu sein. Ich weiß, wie wir Frauen mit der Vorhaut spielen können, wie wir sie ganz langsam herabziehen und die feuchte, empfindliche Eichel freilegen. Ich weiß, wie ein Mann aussieht, dem das gerade so richtig gut gefällt. Und ich weiß auch, wie die Vorhaut beim Handjob mit der Hand zusammen über die Eichel gleitet, den Schaft nach oben und wieder hinab. Ich weiß, dass man für einen Penis ohne Vorhaut extra Gleitmittel braucht, da die Eichel auf dem Trockenen liegt. Außerdem ist sie etwas unempfindlicher. Ich weiß aber auch, dass es Frauen davor graust, einen ungepflegten, unbeschnittenen Penis vorzufinden. Denn so eine Eichel mit Vorhaut braucht Pflege, sie muss regelmäßig gereinigt werden, damit sich hier kein Smegma, diese weißliche Substanz aus Talg und Zellbestandteilen, bildet. Das gilt übrigens auch für Frauen, bei denen sich ebenfalls Smegma zwischen den kleinen Schamlippen bilden kann. Das mögen Männer genauso wenig.

Was sagt der Mann dazu?

Kann ein beschnittener Mann nun deshalb länger, weil seine Eichel weniger empfindlich ist? Dazu muss man schon den direkten Vergleich zwischen Vorher und Nachher ziehen. Ansonsten kann es ja durchaus sein, dass das länger oder kürzer Können gar nicht mit der Vorhaut zusammenhängt. Wie es der Zufall will, habe ich Informationen aus erster Hand. Christian – den Namen habe ich geändert – hat sich vor drei Jahren beschneiden lassen. Als beswingter Clubgänger schien es ihm ästhetischer, sauberer und vor allem auch männlicher zu sein. Und in der Swingerszene geht es nun einmal um Sauberkeit und ein attraktives Äußeres bzw. um einen attraktiven Penis. Es sei dort wichtig, möglichst vielen Frauen zu gefallen, so Christian. Und so hätten sich seine Erwartungen auch erfüllt: Ein nahezu geruchloser Penis, immer sauber und die wohlwollenden Blicke der Frauen. Die Eichel sei tatsächlicher etwas unempfindlicher geworden, gleichzeitig ist sie den Berührungen durch Partnerinnen oder den Stoff der Unterhose schutzlos ausgesetzt – und das wiederum ist wohl ziemlich erregend. Interessant sei auch, dass sich die Beschneidung bei den unterschiedlichen Stellungen bemerkbar mache. In der Seitenlage mit weit nach vorn gebeugtem Oberkörper der Partnerin streiche die Eichel jetzt ungehindert an der Scheidenwand entlang – ein Gefühl, das mit Vorhaut so nicht wahrnehmbar gewesen sei. Ach ja, Christian meint, er könne nun tatsächlich länger, obwohl das vorher auch kein Problem gewesen sei. Für diesen Mann war die Beschneidung also summa summarum ein voller Erfolg.

Entscheide selber, was dir gefällt

Nun muss jeder für sich selbst entscheiden, was er machen möchte. Sex ist mit und ohne Vorhaut ein tolles Erlebnis und so gibt es für beide Varianten Pro und Contra. Keine Vorhaut zu haben, macht allein noch keinen guten Liebhaber aus. Eine Beschneidung steigert auch nicht per se das angeschlagene sexuelle Selbstbewusstsein. Deshalb sollte ein Mann sich nicht davon abhängig machen, ob er nun dieser oder jener Frau gefällt. Immerhin sind die Geschmäcker ziemlich unterschiedlich. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass es ein chirurgischer Eingriff ist, der sich nicht rückgängig machen lässt! Ist die Vorhaut erst einmal weg, dann war es das auch. Aus und vorbei. Ein Mann, der sich für den Eingriff interessiert, sollte wirklich hinter seiner Entscheidung stehen und sich vorher gut beraten lassen. Es geht schließlich um ihn und um seine Sexualität.

 

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Wie viel Penis braucht der Mann?

Ich muss gestehen, dass ich mir noch nie Gedanken über die Größe meiner Vagina gemacht habe. Ist sie vielleicht zu groß? Zu klein? Da sie in meinem Körper eingebettet liegt und somit nicht sichtbar ist, habe ich als Mädchen nie mit anderen Mädchen ein Wettmessen gemacht. Also fehlen mir auch die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Vaginas. Bevor ich meinen ersten Porno sah, hatte ich noch nicht einmal eine Ahnung davon, welcher Anblick sich bei anderen Frauen zwischen den äußeren Schamlippen verbirgt. Da sind Männer ganz klar im Vorteil. Sie wissen genau, wie ihr Penis aussieht. Denn bei ihnen ist das eben von Anfang an anders. So ein Penis ist sichtbar und beginnt auch durchaus schon in jungen Jahren mit seinem Eigenleben. Bei kleinen Jungs unwillkürlich, bei größeren noch durch den kleinsten Reiz erregbar, richtet er sich schon bald zu seiner vollen Größe auf – zum Leidwesen so manchen jungen Mannes auch in äußerst unerwünschten Momenten. Damit ist ein Penis messbar. Was tun Jungs also? Sie gucken, wer den Größten hat. Schon früh ist der Wettbewerb eröffnet und der kritische Blick auf die eigene Männlichkeit vorprogrammiert. Wer den Vergleich aber erst einmal wagt, der steckt in einem Dilemma.

Die Penislänge in der Wissenschaft

Eine Studie hat es genau analysiert. 15.500 Penisse oder vielmehr Penes, wie der korrekte Plural lautet, wurden in einer Studie des King’s College London miteinander verglichen. Die Durchschnittsgröße eines erigierten Penis beträgt demnach satte 13,12 Zentimeter. 13,12, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, das ist also „normal“. Jetzt wird sich so mancher Penisträger mit einem breiten Grinsen zurücklehnen. Oder in Panik geraten. Mein Iphone hat übrigens eine Länge von 13,70 Zentimetern. Um herauszufinden, ob der Mann in meinem Bett nun hinreichend ausgestattet ist, müsste ich nur unauffällig mein Telefon neben seinen erigierten Penis halten. „Äh warte mal, ich muss da eben etwas überprüfen.“ Aber halt, Durchschnitt bedeutet ja nicht gleich die richtige Größe. Sind 13,12 Zentimeter viel? Oder wenig? Und wer beurteilt das?

Es heißt ja immer zur Beruhigung der Männer, auf die Größe komme es nicht an. Ist da etwas dran? Das Züricher Universitätskinderhospital stellt in einer Studie fest, dass die Größe eines Penis für Frauen hinter dem generellen Erscheinungsbild, der Beschaffenheit des Schamhaares, dem Penisumfang, der Optik der Haut, der Form der Eichel und der Optik der Hoden tatsächlich nur auf dem sechsten Platz landet. Die Größe ist also nicht wichtig. Laut einer australischen Studie hingegen wirkt ein großer Penis optisch anziehender auf Frauen. Also doch lieber groß? Meine Erfahrung aus beruflichen und privaten Gesprächen sieht so aus: Männer mit einem großen Penis stoßen häufiger an die körperlichen Grenzen ihrer Liebsten. Im wortwörtlichen Sinne. Denn, wie ebenfalls die Briten 2005 feststellten, haben Vaginas eine Länge von 0,65 bis 12,50 Zentimetern. Damit hat die längste Vagina noch immer nicht die Größe eines Durchschnittspenis erreicht.

Bevor ich jetzt weiter mit Zahlen um mich werfe und dabei womöglich die Grenzen der Logik überschreite, beende ich das Zahlenspiel lieber. Fakt ist jedenfalls, dass ein großer Penis bei einer Frau durchaus unangenehme Gefühle hervorrufen kann. Der Doggy-Style, bei dem der Penis besonders weit in die Vagina hineinreicht, kann da schon zum ernsthaften Problem werden. Männer mit großem Gemächt sollten beim Geschlechtsverkehr daher sehr achtsam mit ihrer Partnerin umgehen. Ganz anders die etwas kleineren Exemplare. Die können zustoßen, was das Zeug hält und entfalten ihre ganze Pracht gerade beim Doggy-Style. Oder in der Reiterstellung, wenn die Liebste nach Herzenslust mit gekonnten Beckenbewegungen ihre Klitoris zusätzlich am Schambein des Partners reibt.

Eine Vagina übrigens verändert sich bei Erregung ebenfalls. Sie bildet nicht nur ein natürliches Gleitmittel. Auch hebt sich der Muttermund und die inneren Lippen schwellen um bis das Zwei- bis Dreifache an. Zusätzlich wird das erste Drittel der Vagina durch die stärkere Durchblutung enger. Das ist die sogenannte orgastische Manschette, die den Penis umschließt. Und zwar einen großen sowie einen kleinen. Für das alles muss eine Frau aber erst einmal voll erregt sein. Und das dauert unter Umständen länger als beide abwarten können. Volle Punktzahl also für das Vorspiel!

Groß bedeutet nicht gleich gut

Halten wir also fest: Auf die Größe kommt es sehr wohl an. Aber das heißt nicht, dass 20 Zentimeter die einzige Option sind! Jeder Mensch hat andere Vorlieben. Und dabei geht es nicht nur um die physische Beschaffenheit. Für manche Frauen ist ein kleiner Penis weniger bedrohlich. Andere lieben kleinere Penisse, weil sie sich damit besser analen Vergnügungen hingeben können. Die einen mögen es dick, die anderen dünn und wieder andere können sich gerade an den großen nicht satt sehen. Es macht also gar keinen Sinn, sich mit anderen Männern zu vergleichen. Viel besser wäre es, mit der Liebsten zusammen herauszufinden, welche Lustgefühle genau diese Größe hervorrufen kann. Und last but not least steht ein Penis gleich welcher Größe nicht für guten Sex. Da muss schon der ganze Mann ran!

 

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