Alles, was ihr schon immer über Analsex wissen wolltet

Analsex ist eine Praktik, die einen ungeheuren Reiz auf viele Liebhaber und Liebhaberinnen ausübt. Anderseits spricht niemand gern darüber, da das Thema sehr schambehaftet ist. Kein Wunder also, dass uns in der Sexualberatung bei Orion jede Menge Fragen erreichen. In diesem Beitrag habe ich zusammengefasst, was die Menschen in dieser Hinsicht umtreibt:

  1. Sollte man vorher darüber sprechen?

Ja, unbedingt! Es kommt immer wieder vor, dass sich ein Paar unvorbereitet auf den Analsex stürzt. Manchmal wird die Liebste gar nicht gefragt und hat plötzlich seinen Penis im Po. Das kann für großen Unmut sorgen und dafür, dass sie ihn da gar nicht mehr ranlässt. Denn bei dieser Praktik geht es ganz besonders stark um Vertrauen. Der Anus ist für die meisten Menschen eine sehr schambesetzte Zone, der man sich mit Respekt und Vorsicht nähern sollte. Deshalb kann ich nur empfehlen, vorher miteinander über Befürchtungen und Ängste zu sprechen. Und niemand sollte dazu gedrängt werden. Freiwilligkeit ist neben Vertrauen und Gleitgel die dritte wichtige Zutat für eine gelungene lustvolle Erfahrung.

  1. Kann man sich beim Analverkehr verletzen?

Ja, und wie! Und das kann dann auch richtig wehtun. Der Anus ist ein Muskel, der beim Eindringen eines größeren Gegenstandes oder Penis tatsächlich einreißen kann. Deshalb sollte er vorher vorsichtig gedehnt werden. Dazu führt ihr einen oder zwei Finger ein und lasst sie vorsichtig kreisen. Auch ein kleineres Toy ist gut geeignet. Bereits bei diesen Vorübungen solltet ihr ausreichend Gleitmittel verwenden. Erst wenn ihr merkt, dass sich euer Partner oder eure Partnerin entspannt, kann es weitergehen. Die Darmschleimhaut ist ebenfalls sehr empfindlich. So kann auch sie schnell kleine Fissuren davontragen. Deshalb solltet ihr immer darauf achten, dass ihr mit genügend Gleitmittel „schmiert“. Dann könnt ihr euch ganz auf die Lustgefühle konzentrieren.

  1. Wie viel Platz ist in einem Anus?

Ziemlich viel. Der Schließmuskel ist so dehnbar, dass es Spezialisten schaffen, eine ganze Hand einzuführen. Keine Panik, das muss ja keiner machen. Und die Tiefe reicht auch für den längsten Penis aus, wenn wir einmal von Long Dong Silvers 45 Zentimetern absehen. Das Rektum selber hat eine Länge von 15-20cm, wobei die ersten drei Zentimeter zum Anus gehören. Das Rektum ist somit um einiges länger als eine Vagina. Das sollte reichen, oder?! Eine Leserin hat es so formuliert: „Es sei auf die Umfangsformel verwiesen, Durchmesser mal Pi ist Umfang. Ein Durchmesser von 3 cm verlangt eine Umfangsdehnung auf nahezu 9,5 cm. Durchmesser von 4 cm bedeutet schon eine Dehnung auf 12,6 cm, das ist ein Drittel mehr!“ Ich habe es nicht nachgerechnet.

  1. Leiert ein Anus bei zu viel Gebrauch aus?

Glücklicherweise nicht. Der Anus ist ein Muskel. Und Muskeln ziehen sich wieder zusammen. Ihr solltet ihn aber wie oben beschrieben vorsichtig dehnen und dabei unbedingt genügend Gleitmittel verwenden.

  1. Welches Gleitmittel ist am Besten geeignet?

Gleitmittel und Analsex gehören zusammen wie Hamburg und die Elbe. Der Anus produziert im Gegensatz zur Vagina bei Erregung keine zusätzliche Flüssigkeit, die als natürliches Gleitmittel fungieren könnte. Reibung verursacht Trockenheit. Deshalb solltet ihr in dieser Hunsicht bei analen Spielereien lieber nachhelfen. Es gibt viele verschiedene Gleitmittel: Natürliche wie Spucke und Kokosöl oder extra hergestellte wie wasserbasierende oder silikonhaltige Gleitmittel, die ihr auch im ORION-Shop kaufen könnt. Nun sind aber nicht alle gleich gut geeignet. Wasserbasierende Gleitmittel ziehen zum Beispiel schneller ein, während Gleitmittel wie Babyöl das Material von Kondomen angreifen. Daher gibt es spezielle Anal-Gleitmittel, die etwas dickflüssiger sind und länger geschmeidig halten, egal ob auf Wasser- oder Silikonbasis.

  1. Welche Stellung ist am Anfang die Beste?

Beim Analverkehr bietet sich die Hündchenstellung an. Dabei ist es zum einen für den Partner einfacher, auf diese Weise in seine Liebste oder seinen Liebsten einzudringen, da die Pobacken auseinander gespreizt sind. Und zum anderen kann sich der passive Partner jederzeit nach vorn wegziehen, falls die Stöße zu tief sind. Er oder sie kann dabei aber ebenso dem aktiven Partner entgegenkommen. Auf dem Bauch liegend kann auch ein unter das Becken geschobene Kissen den Po nach oben strecken.

  1. Kann ein Mann sich selbst anal befriedigen?

 Oh ja, und wie er das kann! Neben den Fingern, mit denen ihr schon einmal erste Erfahrungen machen könnt, gibt es eine große Auswahl an Anal-Spielzeug. Ihr könnt mit einem kleineren Toy wie dem Analplug Small beginnen und euch dann weiter voran tasten. Der Boosty von Fun factory ist schon etwas dicker ist und massiert durch seine gebogenen Form auch die Prostata. Viele Männer berichten dabei von besonders intensiven Orgasmen. Es gibt auch Analketten, die bei langsamem Herausziehen Kugel für Kugel für Lustschauer sorgen. Und dann gibt es noch Analdildos, die mit einem Saugfuß versehen sind. Die lassen sich auf glatten Oberflächen befestigen, so dass ihr dann nur noch das Becken vor- und zurückbewegen müsst, um euch sozusagen selber zu vögeln. Ihr könnt euch auch an Vibratoren ausprobieren. Wichtig ist vor allem, dass die Spielzeuge haben IMMER einen Sockel haben, damit sie nicht versehentlich im Anus verschwinden. Ihr seht, es gibt jede Menge Möglichkeiten!

  1. Kann man von Analsex schwul werden?

Neiiiiiiin!!!! Wie soll denn das bitteschön gehen? Ob ein Mann schwul ist, hängt doch nicht nicht von seiner Po-Befindlichkeit ab. Und warum sollten Männer keine Gefühle im Analbereich haben? Wir haben doch alle weitestgehend die gleiche Anatomie. Deshalb haben Männer am Anus genauso viele Nervenenden wie Frauen. Der Bereich ist also genauso erogen wie bei uns. Es ist tatsächlich nur ein Vorurteil, Männer dürften an dieser Stelle keine Lust empfinden. Sie können es oft nur schwerer zulassen, weil sie vielleicht denken, das sei nicht männlich. Reine Kopfsache also.

  1. Darf man zwischen Vagina und Anus wechseln?

Ja, das aber auch nur ganz genau ein einziges Mal! Sobald sich ein Penis oder auch ein Sextoys erst einmal im Anus befunden haben, können beim Wiedereintauchen in die Vagina Bakterien aus dem Darm übertragen werden. Die wiederum können zu Infektionen führen. Und überhaupt sind diese Bakterien auch nicht gut in der Harnröhre des Mannes aufgehoben, denn auch hier können sie für Ungelegenheiten sorgen. Daher sind spezielle dickwandige Kondome wirklich gute Begleiter bei analen Spielereien. Zieht man sie ab, kann es direkt vaginal weitergehen. Und es versteht sich wohl von selbst, dass alles, was ohne Kondom in den Po des oder der Liebsten eingeführt wurde, anschließend gründlich gereinigt werden muss!

  1. Ist Geruch normal?

 Ja. Und der Geruch steht bei normaler Körperhygiene auch nicht mit dem allseits gefürchteten Stuhlgang in Verbindung. Jeder After hat wie jede Vagina einen eigenen Geruch, der von den Analdrüsen herrührt. Diese produzieren anlockende Sexualduftstoffe, bei Männern noch etwas mehr als bei Frauen. Wer die Nase zwischen die Pobacken des Partners oder der Partnerin steckt, wird merken, dass es fast ein wenig duftet. Und das kann durchaus erotisierend wirken!

  1. Können Reste vom Stuhlgang am Penis hängen bleiben?

Nun ja, das kann tatsächlich passieren. Ich sage gern: Wo gehobelt wird, fallen Späne.  Körperflüssigkeiten gehören beim Sex einfach dazu. Wer sich nun zu sehr vor Kotresten ekelt, sollte auf die anale Lust vielleicht lieber verzichten. Der After ist letztlich nur dann mit Kot gefüllt, wenn wir dringend auf die Toilette müssen. Ansonsten hält er sich viel weiter hinten auf. Wenn ihr also eure ersten Erfahrungen sammeln wollt, sollte sich der passive Partner vorher entleert und hinreichend gesäubert haben. Wie wäre es mir einer gemeinsamen Dusche oder einem Bad? Da könnt ihr schon den ersten Vorstoß wagen und beim Einseifen mit dem Finger am Anus spielen. Sollten allerdings Darmprobleme in Form einer akuten Durchfallerkrankung bestehen, wartet lieber ab, bis sich diese gelegt haben.

  1. Sollte man eine Darmspülung machen?

Nein, eine Darmspülung ist nicht erforderlich und könnte gerade am Anfang der Lust eher hinderlich sein. Vor allem sollte der Darm nicht mit einer Waschlotion gereinigt werden, da dadurch die empfindliche Darmflora gestört wird. Lauwarmes Wasser ist völlig ausreichend. Für manche Menschen ist so eine Spülung aber auch gerade erst der besondere Kick. Hier kann man auf spezielle Analduschen zurückgreifen. Auf jeden Fall ist Vorsicht bei der Anwendung angesagt, um die Darmschleimhaut dabei nicht zu verletzen.

  1. Last but not least: Kann man beim Analsex einen Orgasmus bekommen?

Ja, das kann man! Und frau auch! Der Anus hat eine besonders hohe Nervendichte und gehört damit zu den erogensten Zonen unseres Körpers überhaupt. Hinzu kommt bei vielen die besondere Erregung bei der Vorstellung, etwas Verbotenes zu tun. Bei Männern wird durch das anale Eindringen außerdem die Prostata stimuliert. Diese umschließt die Harnröhre und liegt fünf bis sieben Zentimeter tief direkt unter der Blase. Sie hat ungefähr die Größe und Form einer Kastanie. Sie ist nur nicht so hart. Man kann sie auch als das Pendant zum weiblichen G-Punkt bezeichnen. Fühlen könnt ihr sie, indem ihr einen Finger in den Anus einführt und in Richtung Bauchdecke krümmt. Bei Erregung schwillt die Prostata wie der G-Punkt an und füllt sich mit Flüssigkeit. Dann ist sie auch besser zu ertasten. Ihr könnt sie umkreisen, leicht drücken oder vibrierend mit dem Finger zittern.

 

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Die kleine Orgasmus-Schule

Mich gibt es mehrmals, würde der weibliche Orgasmus sagen, könnte er sprechen. Zum Glück kann er das ja nicht. Oder leider nicht? Denn manchmal versteckt er sich und lässt sich so gar nicht hervorlocken. Aber manchmal zeigt er sich auch an den unerwartesten Stellen oder in den unglaublichsten Momenten. Habt ihr gewusst, dass Frauen bei der Geburt einen Orgasmus bekommen können? Oder dass es Frauen gibt, die allein durch Kraft ihrer Gedanken kommen können? Warum das so ist, weiß kein Mensch. Trotz aller Forschung. Wir wissen ja nicht einmal, warum Frauen überhaupt einen Orgasmus bekommen. Denn zur Fortpflanzung brauchen wir ihn nicht. Das können jene Frauen bezeugen, die ihre Kinder ohne Höhepunkt empfangen haben. Vielleicht sollten wir es einfach hinnehmen, dass unsere Körper alle unterschiedlich reagieren? Die einen kommen hier, die anderen kommen da. Hauptsache ist doch, dass wir kommen! Genießen wir doch den Orgasmus, egal wie und egal wo.

Schon einmal beim Sport gekommen? Das ist gar nicht so unwahrscheinlich, schließlich sind wir Frauen ein wahres Wunderwerk der Lust. Nicht nur sind die erogenen Zonen über unseren ganzen Körper verteilt (dies ist beim Mann entgegen des gängigen Klischees natürlich genauso), auch der Genitalbereich selber ist höchst interessant, wenn es um den sexuellen Genuss geht. Beim Orgasmus steht die Klitoris an erster Stelle. Aber auch bei den Frauen, die eher das Gefühl haben, im Inneren ihrer Vagina zu kommen, spielt sie mit ihrer erstaunlichen Ausdehnung nach dem heutigen sexualwissenschaftlichen Forschungsstand immer noch die Hauptrolle. Umso erstaunlicher ist es daher, dass es noch einige ganz andere und teilweise sehr unkonventionelle Arten gibt, jenseits der direkten oder indirekten Klitoris-Stimulation beste Orgasmen zu erleben. Meine Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wer noch weitere Möglichkeiten kennt, möge sie mir bitte zusenden!

  • Nippelgasmus

Bei einigen Frauen sind die Brustwarzen derart empfindlich, dass schon die Berührung durch die Kleidung hindurch für unerwartete, aber nicht unbedingt immer willkommene Höhepunkte sorgt. Man stelle sich nur vor, beim ersten Date streift der attraktive Kerl aus Versehen mit seinem Unterarm die Brüste und schon ginge es los: Uuuuh….aaaahhhhh….. Nein, das braucht kein Mensch. Aber unsere Brustwarzen sind sein Wunderwerk der Natur. Während sie im Alltag eher ein Schattendasein führen, erwachen sie bei erotischer Betätigung, sei es in der Fantasie oder in der Realität, zum Leben. Dann kann uns die Berührung zu ekstatischen Höhenflügen antreiben. Die Brustwarzen ziehen sich zusammen und erigieren zu kleinen Lustkugeln. Die dabei entstehenden Gefühle schießen direkt in den Unterleib hinunter. Und das kann schon mal zu einem herrlichen Orgasmus führen! Wichtigste Voraussetzung: Erregung. Ohne die geht hier gar nichts.

  • Yogasmus

Beim Yoga kommen? Ja, das ist tatsächlich möglich und ist noch so eine Form des nicht immer gewollten Höhepunktes. Auch so manche Bankdrückerin kann wahrscheinlich ein Lied davon singen. Diese braucht die starke Anspannung in Bauch und Beckenboden, um die Gewichte zu stemmen. Und beim Yoga und Pilates steht die Körpermitte ohnehin im Vordergrund. Und wer jetzt gleich einmal die eigenen Beckenbodenmuskeln anspannt (tut einfach so, als müsset ihr den Urinstrahl aufhalten), sollte umgehend ein leichtes Lustgefühl im Unterleib wahrnehmen. Manche kennen das auch noch aus der Kindheit vom Baum- oder Seilklettern. Jaja, ich weiß, der Sportunterricht hielt so manche Überrschung parat… Je stärker diese Muskeln ausgebildet sind, desto intensiver sind übrigens auch alle anderen Orgasmen. Und so kann das starke Anspannen ohne weitere Stimulation zu einem gewollten oder ungewollten Höhepunkt führen. Auf zum Sport!

  • Braingasmus

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Es geht sogar ganz ohne Berührung und Anspannung, allein durch die Kraft eurer Gedanken! Einen Orgasmus herbeizufantasieren ist zwar nicht einfach, aber möglich. Und so gibt es Frauen, die sich tatsächlich in einen Orgasmus hineindenken können. Schließlich ist das Gehirn unsere größte erogene Zone. Das würde ich allerdings als Königsklasse des Orgasmus bezeichnen und es sind sicher auch nur einige wenige Frauen, denen dieses Talent geschenkt wurde. Ich habe es bisher jedenfalls noch nicht geschafft. Was die eine oder andere jedoch kennen wird, sind die intensiven Höhepunkte, die uns unsere Träume schenken. Schon mal mitten im Kribbeln aufgewacht und dabei festgestellt, dass die Hände unter dem Kopfkissen liegen? Wenn das mal kein Orgasmus in Gedanken ist! Also wenn ich den bewusst hervorrufen könnte, würde ich vermutlich viel mehr Zeit mit Schlafen verbringen 🙂

  • Pogasmus

Kommen wir zum intensiven Körperkontakt. Es wird gemunkelt und hinter vorgehaltener Hand gefragt, ob es wohl tatsächlich möglich sei, beim Analsex einen Orgasmus zu erleben. Ja, das ist möglich! Und auch gar nicht so ungewöhnlich. Der Anus ist eine hocherogene Zone und durch Muskeln und Nerven mit dem Vaginalbereich verbunden. Voraussetzung ist Lust. Dazu sollte frau aber erst einmal überhaupt Lust auf diese Art der sexuellen Vergnügung haben. Denn das Kopfkino spielt hier eine ganz große Rolle. Und so sind Erregung, Lust und Entspannung oberste Voraussetzungen für diese besonders sinnliche Erfahrung. Wenn ihr verkrampft seid, nur mitmacht und womöglich gar keine Lust empfindet, werdet ihr diese Erfahrung vermutlich eher als schmerzhaft verbuchen. Deshalb solltet ihr euch auch niemals überreden lassen. Geht es lieber mit viel Ruhe und Geduld an. Und seid vor allem verschwenderisch mit Gleitmitteln!

  • G-Gasmus

Rund um die Harnröhre herum befindet sich eine schwammartige Ansammlung von Drüsen, bestehend aus Prostata-ähnlichem Gewebe. Voilà, hier haben wir den G-Punkt bzw. die G-Zone. Die Bezeichnungen sind unterschiedlich, führen aber alle auf dasselbe hinaus. Der G-Punkt wird auch als die weibliche Prostata bezeichnet. Und umgekehrt. Und was die Prostata kann, kann unser G-Punkt schon lange: Ejakulieren mit und ohne Orgasmus. Dazu muss dieser Bereich ausreichend stimuliert werden. Das am Besten, wenn ihr bereits Lustgefühle spürt. Ansonsten kann sich die Berührung eher nach einem plötzlichen Harndrang anfühlen. Ob hier nun klitorales Gewebe mit im Spiel ist oder der Beckennerv, der mit dem Rückenmark verbunden ist, bleibt in der Sexualwissenschaft umstritten. Genießen wir daher einfach, was uns die Natur geschenkt hat!

  • Gebärmutterhalsgasmus

Der Gebärmutterhals ragt in die Scheide hinein. Durch ihn gelangen die Spermien in den inneren Teil der Gebärmutter. Dieser Orgasmus ist höchst umstritten. Die einen empfinden die direkte Berührung beim Koitus durch tiefe Stöße als sehr erregend und berichten von starken emotionalen Orgasmen. Die anderen empfinden haargenau die gleichen Berührungen als schmerzhaft und unangenehm. Und so ist für die einen ein langer Penis von Vorteil und für die anderen gerade nicht. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, was nun wahr ist und was nicht. Eher gehe ich davon aus, dass alle recht haben. Denn wenn eine Frau diesen Orgasmus erlebt, dann ist das genau so und nicht anders, egal, welche Erklärung von wissenschaftlicher Seite dahinter steckt.

  • Geburtsgasmus

Im Allgemeinen wird das Gebären eher mit Schmerzen denn mit Lust verbunden. Es ist jedoch möglich, dass eine Geburt einen Orgasmus hervorrufen kann. Wenn auch wenig bekannt. Jede 330. Frau soll ihn erleben. Das sind tatsächlich nicht allzu viele. Und so würde ich von einer Schwangerschaft nur für diesen Zweck dringend abraten. Jedoch hat es etwas tröstliches, wenn man sich während der Mühsal des Geburtsvorgangs an die Hoffnung klammert, mit einem fulminanten Orgasmus ein neues Leben auf die Welt zu bringen!Wunderbar wäre es, wenn sich Frauen finden, die uns hier von ihren Erlebnissen berichten. Denn wie immer gilt, wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Und wer fragt schon eine Frau im Kreissaal, ob sie vielleicht gerade einen Orgasmus erlebt habe?!

  • Zehgasmus

Den habe ich tatsächlich vom Hörensagen und nehme ihn hier auch mit auf: Bei der professionellen Fußreflexzonenmassage durchfuhr es plötzlich den Unterleib der Erzählenden. Ist mir noch nicht ppassiert. Leider. Und auch der Zehenlutscher des Liebhabers blieb bei dieser Frau nicht ohne zuckende Folgen. Die Stimulation von Nerven und Meridianen, die direkt mit dem Unterleib verbunden sind, gepaart mit dem Kopfkino, kann offensichtlich Orgasmen hervorrufen. Machen wir doch gleich einen Termin zur Reflexzonenmassage!

 

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Lass den Mann in Dir raus!

Röhren, brüllen, grunzen, was das Zeug hält: Evolutionspsychologen dürften am männlichen Wacken-Gebaren ihre helle Freude haben. Schließlich sollte das genau die Form von Kommunikation sein, die wir praktizierten, bevor wir der Sprache mächtig wurden. Auch Tiere benehmen sich ähnlich, vor allem während der Brunft. Und Tiere werden ja so gern herangezogen, wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu ergründen. Sind wir monogam oder doch eher polygam? Dieser Frage geht Andrews G. Marshall in seinem Buch „Mach mir die Wüstenwühlmaus“ am Beispiel eben jener Wüstenwühlmäuse nach. Hm. In Wacken jedenfalls können Männer machen, was Männer machen. Aber ist das nun männlich? Oder durchgeknallt? Und was wäre dann männlich? Wie wäre es zum Beispiel damit, Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen anstatt herumzueiern im Dschungel der Erwartungen?

Abenteuer Wacken

Nun habe ich es also endlich geschafft, mir den Kinofilm über Wacken anzuschauen. Das stand schon lange auf meiner Liste. Großartig! Und was für ein Spektakel! Normalerweise sehe ich immer nur den an sich schon sehenswürdigen Autokorso, der sich auf der A7 durch Hamburg vom Festival zurückwälzt. Falls jemand nicht weiß, worum es hier geht: Wacken ist das weltweit größte Festival der Heavy Metall-Fangemeinde und nach Woodstock das wohl auch bekannteste Festival der Welt. Die Karten sind jedes Jahr innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ich habe auch schon einmal mit der Idee geliebäugelt, wäre jedoch sofort als Schaulustige aufgeflogen. Denn während man sich woanders recht gut unter die bunten Massen schummeln kann, fällt hier sofort auf, wer nicht eingefleischter Fan ist. Unter diesen Gleichgesinnten können Männer, und um die soll es in diesem Beitrag ja gehen, mal so ganz aus sich heraus kommen. Und zwar auf die ursprüngliche Weise. Aber warum auch nicht? Evolutionspsychologen dürften ihre wahre Freude an der Geräuschkulisse haben. Denn das kann man hören: Es wird geröhrt, gebrüllt und gegrunzt, was das Zeug hält. Aber das kann man auch sehen: Männer in Kettenhemden, mit Speeren, Cowboyhüten, schwarz gekleidet, mit nackten Oberkörpern. Ist das nun männlich? Oder durchgeknallt?

Die neue Männlichkeit

Ein Mann zu sein ist gar nicht so einfach. Früher war ein Mann ein Mann, wenn er seine Familie ernähren konnte. Viel mehr musste er eigentlich gar nicht leisten. Naja, vielleicht noch den Feind töten und das Mittagessen erlegen. Offiziell hatte er das Sagen und traf alle Entscheidungen seine Familie betreffend. Dann kam die Emanzipation und mit ihr die Verwirrung. Denn plötzlich hatten auch Frauen Rechte, trugen ihren Teil zum Einkommen bei und durften selber über ihr Leben entscheiden. Seit Neuestem gilt es sogar als besonders männlich, wenn ein Mann nach der Geburt seines Nachwuchses zuhause bleibt. Der inneren Verwirrung stehen die äußerlichen Attribute entgegen: Bärte, Tattoos und nicht selten schwere Maschinen als Zeichen von Männlichkeit. Gleichzeitig befinden wir uns in einem engen gesellschaftlichen Korsett. Wir leben in einer durchstrukturierten Welt und haben viele Verpflichtungen. Wo soll ein Mann denn da noch seine Männlichkeit beweisen? Und was ist das eigentlich?

Heute ist Männlichkeit schwierig zu bestimmen, weil die alte klare Rollenverteilung aufgelöst ist. Es kann auf der einen Seite entlasten, nicht mehr der alleinige Versorger zu sein. Anderseits stellt sich die Frage, worüber sich ein Mann stattdessen definiert. Auch auf die Sexualität hat diese Unsicherheit Auswirkungen. So mancher traut sich schon nicht einmal mehr, in eine Frau einzudringen. Das könnte schließlich schon als aggressiver Akt ausgelegt werden. Ohne sich dessen bewusst zu sein, reagiert der Körper und verweigert die Erektion. Dabei geht es gar nicht darum, was eine Frau denkt sondern vielmehr darum, welche Einstellung ein Mann selber verinnerlicht hat. Aber beim Sex zwischen Mann und Frau ist das nun einmal so. Üblicherweise penetriert der Mann die Frau. Er dringt ein, sie empfängt. Das kann man als Schwäche sehen. Aber auch als Stärke, wenn man sich Männlichkeit und Weiblichkeit als Ergänzungen vorstellt. Eine Erektion ist männlich. Eine Vagina und Brüste sind weiblich. Ein Mann kann eine Frau verführen und dann in sie eindringen und sie nehmen. Das ist doch ein besonders schöner Teil der Männlichkeit, oder?!

Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen

Vielleicht ist es das, was den Heavy Metall und auch den Hardrock für viele Männer und Frauen so attraktiv macht: Tiefe Stimmen, viel Leder, nackte Haut, Schweiß, stoßende Hüften, gewaltvolle bis aggressive Beats. Inszenierte, ursprüngliche Männlichkeit, der sich Frauen wiederum hingeben können. Ich vermute, dass darin auch die Faszination für alle Mittelalter-Fans liegt. Einfach abschalten und die neuen Rollen abgeben. Eintauchen in die alte Welt. Eindringen und empfangen. Und manchmal muss ein Mann eben ein Mann sein. Und dann muss er tun, was ein Mann tun muss. Aber das geht auch im wahren Leben. Männer müssen es nicht immer allen recht machen und stattdessen die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen. DAS ist männlich. Und das kann jeder Mann lernen. Dazu braucht es kein Wacken, keinen Porsche, keine Jagd auf wilde Tier und auch keine Fallschirmsprünge. Und wie ein Hirsch zu röhren braucht man schon gar nicht. Außer, man hat Spaß daran. J

 

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PADAM! Wenn Männer in die Wechseljahre kommen

Haben Männer den Frauen vergleichbare Wechseljahre oder verstecken sich dahinter “nur“ eine ganz normale Midlife-Crisis und die üblichen altersbedingten Veränderungen? Da haben wir schon wieder so ein umstrittenes Thema, auf das es keine endgültige Antwort gibt. Schließlich und vor allem ist es eine Frage der Definition. Die Wechseljahre der Frau bedeuten eine Vielzahl von Veränderungen: Die hormonelle Umstellung, das Ende der monatlichen Blutung und allem voran der Verlust der Fruchtbarkeit. Für Frauen, die ihre Weiblichkeit ganz stark mit der Fähigkeit, Kinder zu gebären, verbinden, ist das ein harter Schlag. Sie fühlen sich nicht mehr als Frau, wenn sie diese Fähigkeit verlieren. Und hier verbirgt sich der große Unterschied zwischen Frauen und Männern. Für Männer ist es prinzipiell möglich, bis ins hohe Alter Kinder zu zeugen. Und auch sie bestimmen zu einem nicht unwesentlichen Teil ihre Männlichkeit von dieser Fähigkeit. Dies können wir daran erkennen, dass sich viele Männer auch ohne bestehenden Kinderwunsch dann doch lieber nicht sterilisieren lassen möchten. Sie fühlen sich ohne ihre Spermien im Ejakulat nicht männlich genug. Dagegen lässt sich schwerlich etwas einwenden.

Auch die Wechseljahre sind nicht mehr das, was sie einmal waren

Ich bin tendenziell misstrauisch und so frage ich mich, wer eigentlich auf die Idee gekommen ist, bei Männern von „Wechseljahren“ zu sprechen und was genau dies bedeuten soll. Schon bei Frauen ist hier von einer Vielzahl von Vorurteilen auszugehen. Viele Unannehmlichkeiten wie Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen wurden lange damit in Verbindung gebracht. Mittlerweile ist allerdings erwiesen, dass die einzigen körperlichen Auswirkungen Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind. Dazu gab es eine Studie der Universität Dresden mit 1400 Frauen aller Altersgruppen. Die übrigen Probleme, die sich den Frauen stellen, haben vermutlich vielmehr mit dem Verlust der Fruchtbarkeit, dem alltäglichen Leben oder dem Eintritt in die postsexuelle Phase zu tun. Immerhin galten Frauen mit dem Beginn der Menopause bis vor nicht allzu langer Zeit als alt und damit auch gleichzeitig als asexuell. So etwas hält sich lange in den Köpfen der Menschen und kann schon für allerlei Unmut sorgen.

Und wieder die alte Frage: Kultur oder Natur?

Was genau geht nun vor sich, wenn ein Mann in die vermeintlichen Wechseljahre kommt? Bereits ab dem 30. bis 35. Lebensjahr, also schon viel früher als bei Frauen, fällt der Testosteronspiegel kontinuierlich ab. Es wird nun vermutet, dass diese geringere Hormonkonzentration mit bestimmten Veränderungen wie Energieverlust, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und reduziertem sexuellen Verlangen zusammenhängt. Aber das wird eben auch nur vermutet, denn eine eindeutige Verbindung konnte bisher nicht sicher nachgewiesen werden! Es könnten also auch ganz andere Faktoren hierfür verantwortlich sein: Stress im Job, Umstellungen im Familienleben oder ganz allgemein betrachtet altersbedingte Veränderungen. Warum auch sollte das nicht so sein? Immerhin wissen wir heute, dass gerade unser sexuelles Erleben von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist und Probleme hier nur selten eindeutig einer Ursache zuzuordnen sind, weder bei Männern noch bei Frauen. Schön wäre es natürlich, könnte man den Testosteronmangel für Libido- und Erektionsprobleme verantwortlich machen, eine Pille schlucken und damit alles wieder in beste Ordnung bringen. Das geht so aber nicht. Leider.

Sex Sells auch in der Pharmaindustrie

Könnte es vielleicht sein, dass sich die Pharmaindustrie hier einen neuen Markt erobern will? Das zumindest sagt Volkmar Sigusch, der Papst der Sexualwissenschaft. Und das scheint mir nicht weit hergeholt zu sein. Immerhin sprechen wir auch erst seit der Einführung von Viagra von der erektilen Dysfunktion. Die gab es vorher so nicht. Dafür erstaunlich viele Patienten danach. Wenn entsprechend den Frauen nun auch Männern routinemäßig Hormone verschrieben werden, verspricht das Umsätze in Milliardenhöhe. Und schon gibt es auch einen Namen für das Syndrom: PADAM, das Partielle Androgen-Defizit des Alternden Mannes. Und obwohl bis heute nicht nachgewiesen ist, welche Androgene oder Östrogene das PADAM verursachen sollen, wird schon von Selektiven Androgenrezeptor-Agonisten gesprochen, die nur an den Organen wirken, an denen sie wirken sollen, so Sigusch. In den USA steigen die Umsätze der Testosteron-Präparate jedenfalls jährlich um 30%. Hormone nehmen, ohne sicher zu wissen, wo und wie sie wirken? Wollen wir das wirklich? Die Verantwortung für unser Leben abgeben und uns mit ein paar Pillen angebliche Bequemlichkeit erkaufen? Wie wäre es denn damit, wenn wir uns die jeweiligen Lebensumstände genau anschauen und dann vielleicht ein wenig an der Stressschraube drehen?

Wir sind mehr als unsere Hormone: Packen wir es an!

Fassen wir also zusammen: Auch Männer unterliegen in ihrem Leben hormonellen Veränderungen, die Körper, Geist und Seele betreffen. Dies nun spöttisch als Midlife-Crisis abzutun, wäre unfair und verharmlosend. Wir sollten diese Veränderungen ernst nehmen, denn sie beeinflussen die Selbstwahrnehmung und wirken sich auch auf die Beziehung und das Liebesleben aus. Und wie auch bei Frauen werden diese Veränderungen individuell unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Ob wir diese Veränderungen mit den Wechseljahren der Frau gleichsetzen wollen, ist eine, wie ich finde, unsinnige Frage. Welchen Sinn hätte das? Dafür sind Frauen und Männer und auch die Hormonumstellungen dann doch zu unterschiedlich. Aber genau wie Frauen haben auch Männer die Möglichkeit, sich bei Problemen einen Ansprechpartner zu suchen. Es gibt Andrologen, die sich als Pendant zu Gynäkologen mit der Fortpflanzungsfunktion des Mannes und auch mit den Hormonen des alternden Mannes beschäftigen. Wenn es denn sein muss. Denn es gibt auch für Männer jede Menge Möglichkeiten, an sich und ihrem Leben zu arbeiten und zu lernen, mit den vor allem altersbedingten Veränderungen bewusst umzugehen. Achtsamkeitstraining, Yoga, Psychotherapie, Sexualberatung und all die anderen wunderbaren Angebote stehen auch Männern offen!

 

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Smartphone im Dienste der Liebe

Wer kennt das heutzutage nicht? Der erste Blick am Morgen gilt dem Smartphone, der letzte am Abend ebenso. Was hat sich über Nacht auf Facebook oder bestenfalls in der Welt ereignet? Wer hat an mich gedacht und mir Mails oder Kurznachrichten geschickt? Könnte die Börse abgebrannt sein? Selbständige sind ja ohnehin durchgehend erreichbar und immer für alle und jeden ansprechbar. Viele Menschen wissen aber gar nicht, dass der Wecker auf dem Smartphone morgens auch dann klingelt, wenn des Nachts der Ton ausgestellt wird. Also ist man auch dann erreichbar, wenn man durch die Traumwelt schwebt und eigentlich an nichts anderes denken sollte. Ping! Und schon ist Schluss mit Lummerland. Ping! Und schon ist Schluss mit dem besten Sex, wenn kurz vor dem Orgasmus eine vielleicht lebensumwälzende Nachricht eintrifft. Wer soll sich denn da noch auf die Lust konzentrieren können? Aber ausschalten? Fast unmöglich, so sehr sind wir mit den Dingern emotional verwachsen. Es ist fast so, als lebten wir nicht zu zweit sondern zu viert, als wäre der Single gar nicht allein. Also sind Smartphones und Co Lust- und Beziehungskiller? Oder geht das auch anders?

Das Smartphone ist die neue Zigarette danach

Wenn es nur um uns selbst ginge, wäre das alles ja vertretbar. Schließlich ist jeder für sich selbst verantwortlich und entscheidet aus freiem Willen, ob und wann er oder sie sich mit dem Smartphone oder Tablett beschäftigen und erreichbar sein möchte. Wobei man auf Suchtniveau wiederum kaum noch von einem freien Willen sprechen kann. Aber Smartphone-Missbrauch soll hier nicht das Thema sein J. Blöd nur, wenn sich da also zwei als Paar zusammen getan haben und es dann soweit kommt, dass morgens oder abends der erste bzw. letzte Blick nicht dem geliebten Menschen, sondern der Elektronik gilt! Früher rauchte man gemütlich nach dem Sex zusammen eine Zigarette, heute greifen beide nach getaner Arbeit zum Smartphone und bringen sich auf den neuesten Stand. Romantik wäre jetzt, wenn sie gemeinsam auf den Bildschirm starrten. Aber nein, genau das geht ja gerade nicht, denn wer hat schon eine gemeinsame Nummer oder einen gemeinsamen Mail-Account? Also ich nicht. Fast scheint es so, als kämen wir nur noch für den Moment der körperlichen Liebe zusammen und bewegten uns hernach wieder auf verschiedenen Planeten. Es sei denn, das Telefon meldet sich schon mittendrin. Teufelszeug!

So wird das Smartphone zum Sextoy

Wie immer hat jede Medaille zwei Seiten. Und so kann man diese Dinger auch ganz wunderbar als Lustbringer und Beziehungsstifter nutzen. Dazu braucht man nur ein wenig Einfallsreichtum und schon kann sich alles zum Guten wenden. Habt Ihr schon einmal daran gedacht, Eurem Partner oder Eurer Partnerin heiße Fotos zu schicken? Ja, ich weiß, das ist ein alter Hut. Während sich aber die wenigsten über ein detailgetreues Bild der Genitalien freuen, steigern Detailfotos wiederum die Spannung. Woher könnte dieses Stück Spitze stammen? Trägt sie heute etwa die halterlosen Strümpfe bei der Arbeit? Oder ist das der unglaublich erotische BH, den ich ihr neulich geschenkt habe? Hat er vor, mich heute Abend mit diesem Massageöl zu verwöhnen? Ist das etwa die Augenbinde, die ich so gern mag? Hat er die vielleicht gerade in der Hosentasche??? Ja, genau, so etwas steigert die Vorfreude. Denn es zeigt auch, dass der andere sich ein Stück weit mehr Gedanken gemacht hat als jetzt gerade nur an den reinen Sex zu denken. Und jeder entscheidet für sich, wie weit er oder sie gehen möchte.

Im Übrigen lassen sich nicht nur Bilder verschicken. Sehr schön sind ins Mikrofon gehauchte Nachrichten. Dann hat man den Partner gleich direkt im Ohr. Und es muss sich auch wirklich nicht immer nur um Sex drehen. Dem Partner auf diese Weise mitzuteilen, was man am ihm oder ihr so besonders gern mag oder warum man gerade jetzt an ihn oder sie gedacht hat, lässt das Herz doch gleich höher schlagen. Denn das ist es doch, was uns wichtig ist. Wir wollen das Gefühl haben, dem anderen so wichtig zu sein, dass er oder sie auch ohne irgendeine konkrete Absicht an uns denkt. Anrufen ist auch erlaubt.

Natürlich könnt ihr auch Filme drehen. Mit nur euch als Hauptdarsteller oder mit euch beiden zusammen. Porno oder Romantik. Ich bin da ja eher für Romantik, schließlich dreht sich eben nicht immer alles nur um Sex. Wenn man nicht zusammen ist und Sehnsucht hat, ist es doch so schön, sich dann ein gemeinsames Video anzuschauen oder auch nur den Partner allein. Bei eigenen Pornos solltet ihr immer im Hinterkopf behalten, was damit passiert, falls ihr euch einmal nicht so gut versteht, falls ihr euch noch nicht so gut kennt oder falls jemand euren Computer hackt. Oder was da sonst noch alles passieren kann. Und Achtung, niemals ohne das Einverständnis des Partners filmen. Das zerstört Vertrauen und außerdem macht ihr euch strafbar. Und bitte immer an das Passwort denken!!!

Es kommt darauf an, was Ihr damit macht

Nicht zu guter Letzt lässt sich das Smartphone oder Tablett auch dazu verwenden, Liebesgedichte oder erotische Geschichten zu schreiben oder vorzulesen, Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten auszusuchen und zu kaufen, gemeinsam Sextoys anzuschauen und zu bestellen oder romantische Wochenenden zu planen. Das sind nur ein paar Gedanken, die ich dazu habe. Die Elektronik ist einfach nur ein Mittel, mit dem ihr euch dem Partner oder der Partnerin zuwenden oder euch abwenden könnt. Ihr seid diejenigen, denen eure Beziehung und eure Lust wichtig sind. Oder eben auch nicht. Und ihr habt sicherlich noch viele andere wunderbare Ideen, wie sich so ein Smartphone oder Tablett für Lust und Liebe einsetzen lassen.

 

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Sapiosexualität: Wenn Intelligenz anmacht

Es ist schon spannend, wie vielfältig und unterschiedlich die menschliche Sexualität orientiert sein kann: Heterosexuell, bisexuell, homosexuell, pansexuell, asexuell. Mit diesen Begriffen beschreiben wir, mit welchem Geschlecht wir es gern treiben. Mit Männern, mit Frauen, mit beiden, mit allen (auch über die zwei klassischen Geschlechter hinaus), mit niemandem. Den einen ist es dabei ganz egal, welches Geschlecht der oder die andere nun hat. Die anderen sind zwar vielleicht auf ein bestimmtes Geschlecht festgelegt, nur am Sex mit demselben nicht. Und jetzt gibt es noch etwas Neues: Sapiosexuell. Während sich die einen darüber streiten, ob an dem Satz „Dumm fickt gut“ etwas dran ist, werden die anderen von einem intelligenten Gegenüber so richtig angetörnt. Dabei würde ich allerdings meinen, dass das nicht die sexuelle Orientierung im eigentlichen Sinne betrifft. Aber wer weiß, ob sich nicht jemand, der gerade so richtig in Fahrt gekommen ist, auch darüber hinweg setzt. Allzu viel Forschung dürfte es hierzu noch nicht geben. Aber was ist denn Sapiosexualität überhaupt?

Intelligenz hat einen hohen Stellenwert in der Wahrnehmung

Der Begriff Homo sapiens steht für die letzte noch lebende Art der Gattung Homo. Homo sapiens, das sind wir Menschen, die wir heute mit plus minus sieben Milliarden Exemplaren die Erde bevölkern. Das „sapiens“ bedeutet hierbei „weise“, der weise Mensch also. Ob wir wirklich so weise und intelligent sind, wie wir immer glauben, sei dahingestellt. Häufig genug jedenfalls können wir nicht über den Tellerrand hinausblicken. Nun ist unter diesen sieben Milliarden die Intelligenz sehr unterschiedlich verteilt. Je mehr einer davon hat, desto erregender findet das nun der oder die Sapiosexuelle. Dabei ist das Äußere zumindest nebensächlich. Es geht hier vor allem um den berauschenden Intellekt des jeweiligen Gegenübers. Das ist vor allem dann nachvollziehbar, wenn man selber auch einiges vorzuweisen hat. Denn dann sprechen beide auf Augenhöhe und können sich gegenseitig intellektuell beflügeln. Und wie wir ja wissen, ist das Gehirn unsere größte erogene Zone.

Auch ich finde Intelligenz anziehend. Aber nicht bedingungslos. Deshalb muss ich einmal kurz nachdenken. Welcher Mann steht denn ganz oben auf der Rangliste der intelligenten Menschen? Da fällt mir direkt der Physiker Stephen Hawking ein. Ja, der ist nun wirklich nachweislich hochintelligent. Hochinteressant also? Ja, auf jeden Fall. Ich würde ihn wahnsinnig gern kennenlernen. Allerdings könnte ich ihm niemals das Wasser reichen. Worüber sollte ich nur mit ihm reden? Wahrscheinlich würde ich dastehen, ihn anstarren und vor mich hin stottern. Anderseits scheint er sehr humorvoll zu sein. Er hat zusammen mit dem US-amerikanischen Lounge-Sänger Richard Cheese den Song „The Girl Is Mine“, ursprünglich ein Duett von Michael Jackson und Paul McCartney, interpretiert. Großartig! Das finde ich auch toll. Und vielleicht gäbe es da einen Gesprächseinstieg, denn Musik ist meine Physik. Als Paar wären wir aber wohl doch zu unterschiedlich. Auf alle Fälle ist das Gespräch das Aphrodisiakum der Sapiosexuellen. Aber dabei muss dann auch schon ein Funke überspringen. Neulich habe ich einen Mann kennen gelernt, der nicht nur unglaublich intelligent zu sein schien, sondern dazu auch noch äußerst gutaussehend war. Bombe, dachte ich. Und? Wir konnten nicht reden. Es reicht eben nicht, mit Zitaten um sich zu werfen, wenn man sich dahinter versteckt. Dieser Funke hatte sich nicht entzündet.

Die Wissenschaft sucht nach Erklärungen für dieses Phänomen

Wie immer gibt es auch für das Phänomen Sapiosexualität wissenschaftliche Erklärungsversuche. So haben Forscher der University of Mexico in einer Studie Zusammenhänge zwischen der Zeugungsfähigkeit und der Intelligenz des Mannes gefunden. Männer mit einem höheren Intelligenzquotienten hätten demnach das gesündere und bessere Sperma. Wenn dem tatsächlich so ist, liegt das vielleicht schlichtweg daran, dass diese Männer besser verdienen, sich qualitativ hochwertigere Lebensmittel kaufen können und sich deshalb womöglich besser ernähren. Vielleicht treiben sie auch mehr Sport und leben insgesamt gesünder. DAS hat Auswirkungen auf die Qualität des Spermas. Auch würden sich Frauen von Männern mit einem höheren IQ angezogen fühlen, da ihr Instinkt dann eine bessere Chance auf Nachwuchs wahrnehme. Ist das nicht eher gesellschaftlich bedingt? Männer mit einem höheren IQ haben bessere Chancen auf einen guten Job, verdienen dann mehr Geld und bieten damit mehr Chancen auf einen höheren gesellschaftlichen Status. Könnte das womöglich der Grund sein? Das Erbe der traditionellen Familienstruktur? Und wenn dem nun doch so wäre, und wir wieder einmal unserem evolutionären Erbe ausgeliefert sind, wie kommt es dann, dass gerade die Paare mit einem höheren Bildungsstatus weniger Kinder in die Welt setzen?

Eine Studie des Sexartikel-Herstellers Lovehoney hat zwar auf der einen Seite einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und hoher Libido gefunden. Auf der anderen Seite hat man aber auch festgestellt, dass das umgekehrt nicht bedeutet, dass hier im Schlafzimmer auch gleich die Wände wackeln. Es scheint eher das Gegenteil vorzuliegen. Menschen mit einem hohen IQ haben so wenig Sex wie keine andere Gruppe. Denken sie zu viel nach? Stehen sie sich damit selber im Weg? Sind andere Dinge schlicht wichtiger?

Keine Bange, es gibt auch weiterhin noch Sex für Normalos

Wie immer wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. NATÜRLICH ist es immer anregend und manchmal auch erregend, wenn wir merken, dass wir mit dem anderen auf einer Wellenlänge sind. Dabei kann der andere genauso intelligent sein wie wir oder auch intelligenter. Doch woran messen wir das? Weil der andere mehr weiß? Geht es um reine Fakten und Daten? Manche Menschen sind mit einem Intellekt gesegnet, der es ihnen leicht macht, sich eine große Menge an Wissen anzueignen. Macht man sich allein dadurch interessant? Nein. Wir sind vielleicht beeindruckt, aber noch lange nicht sexuell erregt. Es ist die Art, wie wir mit dieser Intelligenz umgehen und wie wir damit auf andere Menschen eingehen. Es kommt doch immer darauf an, ob wir uns bei dem anderen wohl fühlen und ob wir uns verstehen. Und was suchen wir eigentlich? Eine kluge Schulter zum Anlehnen? Einen geistreichen Austausch von Gedanken? Oder jemanden, der uns bestätigt? Jemanden, der uns das Gefühl gibt, mit ihm zusammen etwas Besonderes zu sein?

 

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Zusammen schlafen oder lieber miteinander schlafen?

Frisch verliebt und beide wollen diese eine Beziehung auch führen: Was liegt da näher, als möglichst bald an ein gemeinsames Zuhause zu denken? Was für eine Vorstellung, jeden Morgen gemeinsam aufzuwachen und kuschelnd in den Tag zu starten! Oder von einem erregten Partner geweckt und in den Tag gevögelt zu werden! Jeden Abend gemeinsam im Bett eng umschlungen einzuschlafen! Oder noch eine kleine Liebesnummer zu schieben! Das reinste Paradies. Oder Liebesnest, wie es im Volksmund auch genannt wird. Bei Frischverliebten ist Sex ja nun einmal ganz wichtig und bildet zuerst auch die Basis einer Beziehung. Bei den meisten Paaren schwächt sich das anfängliche Begehren nach einer gewissen Beziehungsdauer ab. Das ist ganz normal und gehört dazu. Aus Verliebtheit wird Liebe, statt Sex gewinnen andere Bindungselemente an Bedeutung: Vertrauen, ein gemeinsamer Lebensentwurf, Hausbau, Kinder. Dass aber auch ein gemeinsames Schlafzimmer alles andere als ein Vergnügen sein kann, klingt erst einmal unvorstellbar. Ist es aber nicht. Kennt Ihr das hier?

Die nächtliche Verwandlung

Tagsüber bezaubernde Partnerin oder charmanter Partner, nachts unerträglich laut schnarchendes, schwitzendes, sich bewegendes und Hitze abstrahlendes Wesen. Niemand denkt in der großen Verliebtheit an dieses Szenario. Am Anfang findet er es noch süß, wenn sie leise oder auch etwas lauter vor sich hin schnorchelt. Sie ist entzückt, wenn er sich an ihr reibt und sie seine Wärme spürt. Notfalls kann man am Wochenende ja etwas länger schlafen oder sich in der nächsten Nacht zuhause ausruhen. Aber dann schlafen sie jede Nacht in diesem einem Bett und es gibt als Ausweichmöglichkeit nur noch das Sofa. Hm. Irgendwann ist eine Grenze erreicht. Man ist genervt und braucht Freiraum.

Die üblichen kleinen oder großen Streitigkeiten

Schon wieder hat er den Klodeckel oben gelassen, sie ihre Klamotten in der ganzen Wohnung verteilt. Was nicht nur WG-Bewohner in den Wahnsinn treibt, kann auch für Beziehungen ein echter Härtetest werden. Da muss es gar nicht um weltbewegende Probleme gehen. Manches staut sich auf, über anderes wird direkt verhandelt. Manchmal knallt es auch. Wer Versöhnungssex für den besten Sex hält, springt danach freudestrahlend in das gemeinsame Bett. Andere brauchen Zeit für sich und ihre Gedanken, ziehen sich erst einmal zurück. Da wird es dann abends schwierig, mit dem nicht noch ganz ausgesöhnten Partner das Bett zu teilen. Auf dem Sofa zu schlafen, würde den Konflikt allerdings noch deutlicher zutage treten lassen. Was nun?

Unterschiedlicher Wach-Schlaf-Rhythmus

Ein gemeinsames Schlafzimmer lädt dazu ein, auch gemeinsam genutzt zu werden. Nun haben aber nicht alle Menschen denselben Rhythmus. Die einen sind Frühaufsteher, die anderen Langschläfer. Den einen fallen abends schon die Augen zu, während die anderen gerade noch einen Film aussuchen. Dann geht der oder die eine ins Bett und der oder die andere kommt dazu, wenn gerade die Tiefschlafphase erreicht ist. „Noch Sex?“ Grrrr. „Ich habe schon geschlafen!“ „Na, aber jetzt bist du ja wach! J“ Vielleicht kann er/sie aber auch nicht einschlafen, weil er/sie sich fragt, warum der Partner nun nicht auch ins Bett kommen kann. Das hat er/sie sich doch anders vorgestellt mit dem gemeinsamen Leben! Diese Erwartungshaltung greift allerdings in unsere Autonomie ein und setzt uns unter Leistungsdruck. Noch Lust auf Sex?

Elektronik im Bett

Und damit meine ich nicht Sexspielzeug! Ich kenne Paare, die abends mit ihrem jeweiligen Ipad vor der Nase nebeneinander liegen. Er guckt sich die letzten Sportergebnisse an, sie klickt sich durch die Börsenkurse. Sie sind zwar zusammen im Bett, liegen aber nur nebeneinander und kommunizieren nicht. Oder sie gucken Fernsehen. Zappen, was das Zeug hält und reden auch nicht miteinander. Entspannen soll das. Aber tut es das wirklich? Wir sind nur mit uns selbst und dem Außen beschäftigt. Würde ein Gespräch, das etwas-miteinander-teilen, nicht viel mehr entspannen? Wie dem auch sei, Erotik ist jedenfalls etwas anderes.

Zu dir oder zu mir?

Wer sich hier wiedererkennt, sollte vielleicht über getrennte Schlafzimmer nachdenken. Traditionell wird eine Wohnung ja in Wohn- und Schlafbereich aufgeteilt. Warum nicht einmal anders? Da komme ich nochmal auf die gute alte WG zurück. Oft gibt es einen gemeinsamen Raum. Und wenn es nur die Küche ist. Aber jeder hat die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und seinen oder ihren eigenen Kram zu machen. Zwei Schlafzimmer in einer partnerschaftlichen Wohnung bedeuten eine Abweichung vom Normalen und sind vielleicht erklärungsbedürftig, wenn neugieriger Besuch kommt. Aber was wollt Ihr? Das Übliche oder mehr Sex? Wer nicht zusammen schläft, kann Einladungen aussprechen: „Kommst Du heute zu mir? Oder ich zu Dir?“ und kann auch Nein sagen: „Nein, heute nicht. Aber morgen!“ Vorfreude ist die beste Freude und was ich mir erarbeiten muss, bleibt ohnehin begehrenswerter. Außerdem ist für ruhigen Schlaf gesorgt, falls man nicht gerade selber unter Schlafstörungen leidet. Und selbst dann ist es für den Partner oder die Partnerin entspannter.

 

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Der Magic Point beim Mann

Es ist einfach wunderbar, wie viel Lust wir mit unserem Körper empfinden und erzeugen können! Überall sind erogene Zonen zu finden. Es macht Spaß, sie nacheinander zu entdecken und zu erforschen, bei uns selbst und auch bei unserer Partnerin oder unserem Partner. Und wenn wir erst so richtig in Stimmung sind, verwandeln wir uns in einen einzigen Lustkörper. Jede Berührung löst einen Sturm der Gefühle aus. Rrrrrrrrrrrrr. Einige Körperstellen stechen dabei an Intensität hervor. Bei uns Frauen ist das in den meisten Fällen die Klitorisperle. Diese wird auch als Eichel bezeichnet, denn sie ist das weibliche Pendant zur männlichen Eichel. Normalerweise versteckt sie sich unter ihrer schützenden Vorhaut. Sobald uns jedoch die Lust erfasst, kommt sie hervor, lässt sich betrachten und liebkosen. Bei Männern ist das ganz ähnlich. Hier steht zumeist der Penis im absoluten Mittelpunkt des Geschehens. Und auch diese Eichel versteckt sich hinter ihrer sie umschließenden Vorhaut. Genau hier versteckt sich der Magic Point, dessen Stimulation Genuss auf höchster Ebene verspricht. Ihr kennt ihn nicht? Das liegt vielleicht nur am Namen. Die Rede ist vom Vorhautbändchen, auch als Frenulum bekannt.Wie ihr euren Magic Point oder den eures Partners zum Vibrieren bringt, will ich euch hier beschreiben.

Mit dem Spiegel geht es auf Entdeckungsreise

Zuerst begeben wir uns auf die Suche. Für die bessere Sicht müssen diesmal wohl oder übel auch die Männer einen Spiegel bemühen. Denn das Vorhautbändchen befindet sich an der dem Bauch abgewandten Seite des Penis. Und einen erigierten Penis so zu verbiegen, dass man hier bequem forschen kann, ist doch etwas umständlich und womöglich unangenehm. Die Partnerin hingegen braucht sich nur ihrem Liebsten gegenüber zu setzen. Von hier aus ist die Sicht ganz hervorragend. Ich würde auch einmal behaupten, dass Frauen mit dieser Seite ihres Partners weitaus vertrauter sind als diese selbst. Immerhin sehen sie sie immer dann, wenn sie sich in dieser Position mit ihren Händen oder der Zunge um sein bestes Stück kümmern. Es sei denn, sie wenden ihm ihre eigene Rückseite zu. Umgekehrt ist das ja sehr häufig ebenso. Leider. Männer kennen die Vagina ihrer Liebsten im Allgemeinen besser als diese sich selber. Daran mag schlichtweg die ungünstige Lage zwischen den Beinen schuld sein, viel häufiger jedoch stecken Schamgefühle dahinter. „Lieber nicht gucken“, habe ich schon oft gehört. Also sagt eurer Partnerin gern häufiger, wie schön ihr das findet, was ihr dort findet!

So, zurück zum Frenulum. Das zeigt sich, wenn die Vorhaut zurückgezogen wird. Ist der Penis schön steif, lässt sich das eindeutig besser bewerkstelligen. Macht euch also schon mal heiße Gedanken. Die Vorhaut besteht aus zwei Teilen, dem Innen- und dem Außenblatt. Diese sind gegeneinander verschiebbar. Wenn ihr nun außen zieht, kommt die feuchte Innenseite zum Vorschein. Und die ist ja auch schon sehr erogen. Das Bändchen verbindet diese Innenseite mit der Eichel. Und hier haben wir nun den berühmten Magic Point. Spiegel in der Hand? Schaut euch das Bändchen genau an. Findet heraus, welche Berührungen euch besonders gefallen. Im Eifer des Gefechts achtet man meist gar nicht so sehr darauf, was wo genau erregend ist. Bei der Gelegenheit könnt ihr euch übrigens auch einmal genauer mit eurem Hodensack und eurem Damm beschäftigen!

Den Magic Point richtig stimulieren

Haltet mit der einen Hand ganz ruhig Euren Penis, während ihr mit den Fingern der anderen Hand über den Magic Point streicht. Von oben nach unten oder auch in kreisenden Bewegungen. Dazu könnt ihr gern noch etwas extra Gleitmittel verwenden. Ihr könnt auch darauf achten, wie es sich anfühlt, wenn ihr den Penis fest umschließt und mit den Fingergelenken über das Bändchen fahrt. Auch die Handfläche eignet sich hervorragend zur Stimulation. Mädels, das gilt natürlich auch für euch! Beim Handjob könnt ihr ihn ordentlich zappeln lassen, indem ihr euch mit euren Händen genauso ausgiebig mit dieser erogenen Zone beschäftigt. Und wartet nur ab, was erst passiert, wenn eure Zunge zum Einsatz kommt!

Einen ganz besonderen Tipp habe ich hier noch für euch. Einer der ORION-Produkttester hat den Womanizer zweckentfremdet. Dieser ist so besonders, weil er mit pulsierendem Unterdruck die Klitoris massiert. Aber warum sollte er nur die Frauen zum Orgasmus bringen, dachte sich der Produkttester und legte Hand an sich selber an. Und zwar an das Vorhautbändchen. Und siehe da, auch er genoss dieses Gefühl sehr: „Männer, die den Magic Point am Penis kennen, sollten den W500 unbedingt einmal an diesem Punkt ‚arbeiten’ und saugen lassen. Es entwickelt sich in kürzester Zeit ein ganz enormer Reiz, der in meinem Fall ohne jegliche Stimulation des Penis zu einem sehr intensiven Höhepunkt geführt hat.“ Das ist doch mal was, oder?!

 

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Herzlich Willkommen in den Wechseljahren!

Vor einiger Zeit war Angelina Jolie mit der vorsorglichen Entfernung ihrer Brüste ganz groß in der Presse: Statt des lauernden Brustkrebsrisikos lieber gleich die Prophylaxe, hatte sie sich gedacht. Ein wichtiges Thema für alle Frauen, die sich ebenfalls mit der Vererbbarkeit dieser immer noch viel zu oft tödlichen verlaufenden Krankheit. Um ihr nächstes Thema war es zwar etwas weniger laut. Dafür betraf das tatsächlich alle Frauen. Denn Jolie liebt ihre Menopause und machte daraus auch öffentlich keinen Hehl. Ich muss zugeben, dass mir diese Schlagzeile sehr gelegen kam. Wechseljahre, Menopause, Klimakterium, wie auch immer wir es nennen, es scheint wie das Damoklesschwert über unseren Köpfen zu schweben. Auch über meinem. Wir können es nicht verhindern. Früher oder später trifft es uns alle. Unsere Hormone spielen wie in der Pubertät verrückt. Aber statt uns zu überfluten, ziehen sie sich jetzt zurück. Das wirklich Einschneidende daran ist wohl, dass wir unsere Fruchtbarkeit verlieren. Und damit unterscheidet sich diese Lebensphase ganz eindeutig von den so oft beschworenen und heiß umstrittenen Wechseljahren des Mannes. Aber verbirgt sich hinter den Wechseljahren nicht auch die Chance auf eine neue Lebenserfahrung?

Eindeutige Anzeichen gibt es kaum

Wann geht das Ganze eigentlich los und woran merkt man es? Durch die Entfernung ihrer Eierstöcke, die für die Östrogenproduktion verantwortlich sind, hat sich Angelina Jolies 40-jähriger Körper vorzeitig in die Wechseljahre begeben. Aber womöglich ist das auch gar nicht vorzeitig. Denn bei manchen Frauen beginnt die Hormonumstellung unbemerkt tatsächlich schon mit Ende 30. Dann könnte das bei mir erst recht jeden Tag losgehen. Ich beobachte das übrigens sehr genau. Noch scheint alles ganz normal zu sein. Wobei mir gerade auffällt, dass ich keine Gewichtsschwankungen mehr habe. Zumindest nicht nach unten. Könnten das die Wechseljahre sein? Oder liegt das nur an dem guten Essen, das mir heute wichtiger ist als früher das Tanzen? Die Pille verhindert unregelmäßige Blutungen. Wer sie nimmt, findet hier also auch keinen eindeutigen Indikator. Auch für meine Gelenkschmerzen hat sich eine andere Erklärung gefunden. Hm. Neulich hatte ich unvermutet plötzlich einen Schweißausbruch. Ah, dachte ich, seit heute 13:20 Uhr bin ich in den Wechseljahren. Denn nur Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind tatsächlich eindeutige Anzeichen für das Klimakterium, alles andere hat eben oft ganz andere Ursachen. Naja, für meinen Schweißausbruch waren vermutlich der Klimawandel und mein viel zu dicker Wintermantel verantwortlich, denn ein weiterer erfolgte bisher nicht. Ich drehe die Uhr daher wieder auf Null und warte auf das nächste Anzeichen. Es kann tatsächlich auch sein, dass ich bis Mitte 50 warten muss, ehe es losgeht. So unterschiedlich ist das nämlich.

Sind die Wechseljahre in Wirklichkeit ein Mythos?

Wenn Frauen früher in die Menopause kamen, wurden ihnen ohne Umschweife Hormonpräparate verschrieben. Allen möglichen Beschwerden sollte der Garaus bereitet werden: Schlafstörungen, die erwähnten Hitzewallungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwächen, sexuelle Lustlosigkeit. Ob andere Ursachen wie pubertierende Kinder, anstrengende Ehemänner oder Stress im Job dahinterstecken könnten, wurde überhaupt nicht gefragt. Es wäre ja auch so schön, wenn wir unsere Probleme in dieser Lebensphase ganz einfach auf den Hormonwechsel schieben könnten. „Du hast habe schlechte Laune? Ach, das sind wohl die Wechseljahre! Da kannst Du doch gar nichts dafür!“ So einfach ist das aber nicht. Wenn ich heute mit Frauen spreche, finden wir für die Probleme oft eine ganz einleuchtende Erklärung aus dem aktuellen Lebensumfeld. Die Auffassung von den Wechseljahren als Krankheit hat sich zum Glück auch in der Medizin geändert. Heute können sich Frauen bei ausgeprägten Beschwerden zwar Hormone in der geringstmöglichen Dosis für die Dauer von bis zu zwei Jahren verschreiben lassen. Aber nur ein Drittel aller Frauen hat überhaupt solche ernsthaften Beschwerden! Ein Drittel merkt gar nichts und ein weiteres Drittel hat nur leichte Beschwerden. Ich habe beschlossen, dass ich zu dem Drittel ohne Beschwerden gehören werde. Oder schon gehöre, wer weiß. Vielleicht merke ich ja einfach nur nichts.

Die Psychologin Kerstin Weidner von der Universität Dresden hat 1400 Frauen in allen Altersgruppen befragt. Und siehe da, bis auf Hitzewallungen und Schweißausbrüche kamen alle anderen der normalerweise mit den Wechseljahren in Verbindung gebrachten Beschwerden in allen anderen Altersgruppen genauso vor. „Wir haben festgestellt, dass die körperlichen Beschwerden mit dem Lebensalter allmählich zunehmen, aber keinen Höhepunkt in den Wechseljahren haben“, so das Statement. Und so gebe es auch keine psychischen Symptome der Wechseljahre. Ich denke aber, dass es für Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch sehr schwer ist, dieser neuen Lebensphase freudig entgegenzublicken. Und da kann Frau Jolie sich mit ihren sechs Kindern nun wirklich nicht beschweren. Der Grund für diese Trauer sind aber nicht Wechseljahrsbeschwerden, sondern Trauer um eine sich dem Ende zuneigende Lebensphase. Endgültig vorbei ist es mit der Fruchtbarkeit aber erst, wenn die Periode ein Jahr lang ausgeblieben ist. Wer dann nicht schwanger war, wird es auch nicht mehr. Im Schnitt ist dieser Zeitpunkt erst mit 52 Jahren erreicht. Bis dahin ist es theoretisch noch möglich, ein Kind zu bekommen.

Wir selbst bestimmen, wer wir in und nach der Menopause sind

Früher wurde eine Frau mit Mitte vierzig für alt erklärt. Kinder waren genauso Lebensaufgabe wie einen Ehemann glücklich zu machen. Frauen hatten den Haushalt zu führen und Sex war etwas für die Jugend. Puh, gottseidank ist das heute anders. Zumindest in meiner Welt. Wir können fast alles machen, was wir wollen, wir können allein leben, wir können noch heiraten, wir können sogar noch Kinder bekommen, wenn es klappt. Wir sind viel selbstbewusster und wissen, was wir wollen. Auch in sexueller Hinsicht. So manche Frau bricht aus alten Bahnen aus und entdeckt jetzt erst ihre Sexualität. Frauen in den Wechseljahren sind heute attraktiv und interessant, siehe Jolie, auch wenn die nun besonders früh damit angefangen hat. Die Sorge um unerwünschte Schwangerschaften fällt weg. Und juhu, endlich keine Regel mehr! Darauf freue ich mich besonders.

 

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Polyamory: Die Möglichkeit, mehr als nur einen Menschen zu lieben

Allerorten wird heute über Polyamorie geschrieben, gefühlt vor allem in den Medien der jüngeren Generation. Gleichzeitig wird immer wieder die Frage gestellt, ob dies nun das Liebesmodell der Zukunft sei: Nicht nur einen Partner oder eine Partnerin lieben zu dürfen sondern mehrere. Diejenigen unter uns, die sich schon einmal bei bestehender Partnerschaft zu einem anderen Menschen hingezogen gefühlt haben, werden jetzt vermutlich aufatmen: Diese zusätzliche Liebe ganz offen ausleben zu dürfen, wäre eine unglaubliche Erleichterung für das Gewissen. Denn in der Polyamory gilt Offenheit. Vorbei mit der Geheimniskrämerei. Vorbei mit den Eifersüchteleien. Immer jemanden für die jeweiligen Bedürfnisse zur Verfügung zu haben, erscheint ebenfalls verlockend. Gerade wenn es um Sexualität geht. Will der oder die eine nicht, was ich will, so ist vielleicht der oder die andere dazu bereit. Auch der Partner klammert dann nicht so. Schließlich hat er oder sie ebenfalls eine potentielle kleine Auswahl an Liebespartnern. Bedeutet das nicht auch weniger Verpflichtung? Oder eher mehr?

Gleichberechtigung und Offenheit sind das Fundament

Gleichberechtigte Liebesbeziehungen zu mehreren Menschen – ist das in unserer Gesellschaft möglich? Seitensprünge und Außenbeziehung sind ja erst einmal nichts Neues. Der Unterschied zur Polyamory besteht nun vor allem in der Offenheit, mit der diese dem Partner oder der Partnerin gegenüber gelebt werden dürfen. Und es bedeutet eben auch, dass beide Partner das gleiche Recht dazu haben. Die übliche Doppelmoral – Männer dürfen, Frauen nicht – entfällt. Das ist gut. Demgegenüber stehen die Besitzansprüche, die wir in der traditionellen Beziehungsform haben. Mein Mann, meine Frau. Damit verbunden sind häufig Eifersucht und Misstrauen, wenn sich einer der Partner mit einem anderen Menschen intensiv austauscht, Zeit verbringt oder sich eben auch sexuell einlässt. In der Monogamie darf das nicht sein. Du gehörst mir, ich gehöre dir. Der Partner oder die Partnerin ist für die Erfüllung aller Bedürfnisse zuständig, egal ob in emotionaler, finanzieller, kultureller oder körperlicher Hinsicht. Dass wir damit nur allzu häufig an unsere Grenzen stoßen, wissen wir alle. Ist Polyamory hier die Lösung? Einer für alle, alle für einen?

Die Regeln in der Mehrfach-Liebe sind klar formuliert: „Polyamory ist ein Beziehungskonzept, das es ermöglicht, sexuelle und/oder Liebesbeziehungen mit mehreren PartnerInnen gleichzeitig einzugehen. Voraussetzung ist, dass alle Beteiligten um den nicht-monogamen Charakter der Beziehungen wissen und diesen befürworten. Offenheit, Kommunikation und Konsensfindung sind zentrale Werte dieser Beziehungsphilosophie und begründen ihren ethischen Anspruch […..].“ Soweit die Definition von Dr. Christian Klesse von der Manchester Metropolitan University. Wenn man das liest, hört sich Polyamory nach Großzügigkeit, gegenseitigem Respekt und Achtung an. Wahre Intimität scheint auch mit mehreren Partnern möglich zu sein, sei es nun in sexueller oder emotionaler Hinsicht. Die totale Erfüllung. Kommunikation ist eine der Grundregeln. Man redet miteinander und findet gemeinsam Lösungen.

Theorie und Wirklichkeit sind ja häufig zwei Paar Schuhe. Und in der Praxis wissen wir, dass schon in der Beziehung zu einem einzigen Partner Probleme auftauchen (können). Wie schwierig ist es, eine Basis in der Kommunikation zu finden. Wie viele Paare reden nicht wirklich miteinander? Und entfallen Eifersucht und Besitzansprüche in der Polyamory tatsächlich? Aus Angst, den Partner zu verlieren, sagt der eine oder die andere vielleicht Ja zu diesem Liebesmodell. Was passiert, wenn nur ein Partner andere Menschen liebt? Was ist mit diesem Ungleichgewicht? Da ist schon ein gutes Selbstvertrauen nötig, um das auszuhalten. Es ist auch eine große Verantwortung, der man sich in der Polyamory stellen muss. Wie offen ist man wirklich? Und was ist mit Safer Sex?

Eine Möglichkeit unter vielen

Polyamory passt zum derzeitigen gesellschaftlichen Wandel: Immer verfügbar sein zu müssen, alles können zu müssen, immer Lust haben zu wollen. Anderseits wünschen wir uns in der heutigen Zeit auch Konstanz gerade in der Beziehung. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen in unsicheren Arbeitsverhältnissen stehen, in denen über eine Kürzung von Hartz IV bei Alleinerziehenden diskutiert wird, sehnen sich die Menschen nach etwas Beständigkeit in ihrem Leben. Die Familie als Rückzugsort und emotionaler Puffer. Und es ist die junge Generation, die sich heute wieder früh fest bindet und von der großen Liebe träumt. Polyamory als Liebeskonzept der Zukunft? Nein, keinesfalls. Zumindest nicht für alle. Sie ist eine von vielen Möglichkeiten, die uns heute offen stehen. Wenn wir es wollen.

 

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