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Kleine Umarmungen für den Hunger zwischendurch – So halten wir die Liebe am Leben

Wann hast du Deinen Partner oder deine Partnerin das letzte Mal so richtig in den Arm genommen? Heute Morgen? Gestern Abend? Letzte Woche? Du erinnerst dich nicht? Naja, es kommt ja auch immer etwas dazwischen, das Telefon klingelt, die Kinder schreien nach Aufmerksamkeit, du musst zur Arbeit, zum Sport, zur Kosmetikerin, zum Geschäftsessen. Ach was soll’s, am Wochenende ist Zeit genug. Nee, doch nicht, die Tage sind schon durchgeplant, Freunde kommen zum Essen, alles muss vorbereitet werden. Aber der nächste Urlaub kommt ja bald und da ist WIRKLICH genügend Zeit für ein ausschweifendes Liebesleben. Wenn denn nicht gerade die Kinder am Rockzipfel hängen oder womöglich sogar mit im selben Zimmer schlafen. Und dann ist es endlich soweit, der Urlaub ist da, die Erwartungen sind groß, jetzt soll alles nachgeholt werden – und nichts passiert. Von Null auf Hundert, das ist auch so eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Aber wo liegt das Problem?

Zu hohe Erwartungen bremsen uns manchmal so richtig aus

Eine zärtliche Berührung, eine liebevolle Umarmung zwischendurch, das scheint gar nicht so wichtig zu sein. Schließlich dreht sich ja immer alles um Sex. Wie oft ist normal? Zweimal, dreimal in der Woche? Im Monat? Im Jahr? Oder jeden Tag? Darum geht es andauernd, darum machen sich so viele Menschen Gedanken. Sex ist schließlich DAS verbindende Element. Sex unterscheidet das Liebespaar von einer rein freundschaftlichen Beziehung. Und der Sex muss natürlich richtig gut sein, damit beide Lust darauf haben. Spontan natürlich auch, was denn sonst. So war es ja schließlich auch am Anfang. Spontane immerwährende Lust. Jedes Mal das ganz große Gefühl, ein Feuerwerk nach dem anderen. Dass das nach einer gewissen Beziehungsdauer doch aus unterschiedlichsten Gründen etwas mehr Planung erfordert, davon möchte niemand etwas hören. Die Messlatte liegt hoch, und bevor es langweiliger Sex wird, lässt man es lieber bleiben. Wird schon ohne gehen. Und wie oft bleibt da dann auch jede andere Zärtlichkeit auf der Strecke?! Wenn dann aber erst einmal eine gewisse Zeit ins Land zieht, kann es gut passieren, dass sich der eine oder andere Partner vernachlässigt fühlt und sich zurückzieht. Man entfremdet sich körperlich. Und dann wird es richtig schwierig, sich wieder anzunähern. Da kann dann auch ein Urlaub nichts mehr richten.

Umarmen, umarmen, umarmen

Das Rezept dagegen ist eigentlich ganz einfach und erfordert keinen großen Zeitaufwand: Es geht um regelmäßige Umarmungen. Es geht dabei nicht um Sex und man muss dafür auch nicht nackt sein. Einfach mal so zwischendurch, am Besten zweimal am Tag. Ankuscheln, die Arme ganz eng um den Partner legen, mit dem ganzen Körper Kontakt aufnehmen. Sich wirklich aneinander festhalten. Die Augen schließen, sich dem Moment und dem Partner hingeben. Sich gegenseitig den Rücken streicheln. Die Wärme des anderen spüren, seinen oder ihren Geruch wahrnehmen. Volle Aufmerksamkeit füreinander und auf Dich selbst. Dadurch trittst Du mit Deinem Partner in direkten Kontakt und schaffst eine intensive Nähe. Eine durchschnittliche Umarmung dauert vier bis fünf Sekunden. Aber damit geben wir uns hier nicht zufrieden. Nein, wir halten uns für mindestens 20 Sekunden fest! Oh, das fühlt sich gut an! Je länger man die Nähe des anderen genießt, desto mehr Oxytocin wird ausgeschüttet. Das ist das Bindungshormon, von dem alle Welt spricht, auch Kuschelhormon genannt. Oxytocin beruhigt, erzeugt Wohlgefühl und stärkt die Bindung. Probiere es aus, wie geborgen und angenommen fühlst Du Dich? Ich bin mir ganz sicher, dass es nicht lange dauert und diese Umarmungen werden fest in Euren Tagesablauf integriert sein. Weil es sich einfach so gut anfühlt. Und weil mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzeugt wird.

Achtung: Angeblich macht eine höhere Oxytocin-Konzentration den Liebsten nahezu blind für die Reize anderen Damen. Noch ein Grund für regelmäßige Umarmungen! Das ist doch gar nicht so schwierig, oder?

 

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