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Meine sechs besten Tipps für eine bessere Körperwahrnehmung

Mir hat sich eine Situation aus dem Studium ins Gedächtnis gebrannt. Wir sollten in einer kleinen Gruppe der Reihe nach sagen, was wir an uns sexy finden. Während die meisten lange nachdachten und dann auch kaum etwas zugeben mochten, hatten wir einen Kommilitonen, der die Aufgabe richtig ernst nahm. „An mir sexy finde ich meine Augen, meine Hände, meinen Po….“ Weiter kam er nicht, weil wir ihn empört abwürgten und mit den Augen rollten. Wie kann er nur, dachten wir. Aber warum eigentlich? Denn nicht er war falsch – sondern wir! Denn wenn ich eine Frau frage, was sie an ihrem Körper erotisch finde, dauert es fast immer etwas länger, bis ihr eine Antwort einfällt. Würde die Frage hingegen lauten: “Was gefällt dir an deinem Körper nicht so gut?“, käme die Antwort vermutlich wie aus der Pistole geschossen. Denn dazu fällt uns immer ganz schnell etwas ein. Es scheint wesentlich einfacher und gesellschaftlich auch akzeptabler zu sein, sich mit seinen Defiziten auseinanderzusetzen als hinzusehen, was gut ist. Dabei sollten wir uns viel häufiger mit unseren positiven Eigenschaften, den schönen Seiten unseres Körpers und allem, was uns als einzigartigen Menschen ausmacht, beschäftigen. Statt uns gegenseitig herunterzuziehen, sollten wir uns lieber aufbauen. Untereinander und mit uns selbst. So viele Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden. Dabei haben sie das gar nicht nötig! Und das muss auch nicht so bleiben, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein besseres Verhältnis zu dem eigenen Körper zu entwickeln. Zum Weltfrauentag habe ich deswegen heute hier meine sechs Lieblingstipps:

  1. Tanzen mit Nia

 Diese recht junge Sportart verbindet auf spielerische Weise Elemente aus Kampfsport, Yoga, Tanz und Körpertherapien. Es geht dabei weniger um die perfekte Technik als vielmehr um den Spaß an der Bewegung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Fließende weiche Bewegungen wechseln sich ab mit konzentrierter Kraft, das Ganze bei wunderbarer Musik. Es ist ein Tanz zwischen Körper, Geist und Seele, dem vor allem Frauen jeden Alters folgen. Sehr besonders ist die weibliche und die Figur umschmeichelnde Sportbekleidung, die eigens dafür designed wurde, dass Frauen sich darin wohlfühlen. Und das tun sie! Ich spreche hier aus Erfahrung. Als Hamburgerin habe ich das große Glück, regelmäßig bei der Meisterin des Nia, Ann Christiansen, zu tanzen. Mittlerweile wird Nia deutschlandweit in vielen Sportstudios angeboten.

  1. Burlesque, die pure Weiblichkeit

Dita von Teese ist die wohl bekannteste Vertreterin des Burlesque. Aber ganz im Gegensatz zu dem Vorurteil, nur perfekt gebaute Frauen tanzten Burlesque, finden sich gerade hier viele Frauen mit Kurven. In den USA entsteht sogar gerade eine Szene von Burlesque-Tänzerinnen, die sich im hohen Alter oder auch im Rollstuhl auf der Bühne zeigen, also mit einer Nacktheit, die immer noch mit einem Tabu belegt ist. Corsagen, Handschuhe und Highheels sind die Requisiten, mit denen Weiblichkeit im Stil der 30er Jahre zelebriert wird. Der Weg ist das Ziel und so geht es hier nicht um die Nacktheit sondern um die Geschichte, die durch das Ausziehen erzählt wird. Mittlerweile gibt es in vielen Städten ein Kursangebot für diese sinnliche Verführung und Versöhnung mit den Kurven. Hut ab vor so viel Weiblichkeit! Und irgendwann werde auch ich es ausprobieren!

  1. Das ganz persönliche erotische Foto-Shooting

Ein guter Fotograf macht aus jeder Kurve ein Erlebnis. Aber heute muss es gar kein professionelles Foto-Shooting mehr sein. Diese Form der Selbstinszenierung geht auch hervorragend mit einem Selfie. Ein Stück Haut mit etwas Dessous oder einer geheimnisvollen Schattierung kann sehr erotisch aussehen und steigert das Selbstbewusstsein auf einen Schlag. Wow, das bin ich? So sexy? Dazu gibt es viele verschiedene Apps, mit denen sich die Bilder bearbeiten lassen, heller, dunkler, schwarzweiß, ein verkleinerter Ausschnitt, Weichzeichner, was immer wir uns wünschen. Meine Lieblings-App heißt Snapseed. Kurz von links nach rechts gewischt und schon sehe ich aus wie eine Granate J

  1. Mit Dessous die Weiblichkeit betonen

Für wunderschöne Dessous brauchen wir keine Traummaße. Denn es gibt sie für jede Figur. Und für jeden Geschmack, ob verführerisch, gewagt, heiß oder elegant. Mit schöner Wäsche können wir Stärken hervorheben und Schwächen kaschieren. Das Wichtigste ist dabei, dass wir uns in ihr wohlfühlen. Denn wir tragen sie für uns, für unsere Weiblichkeit. Allein das Wissen, was unter der Kleidung unsichtbar für andere unseren Körper umschmeichelt, stärkt das Selbstbewusstsein und lässt uns aufrechter durch den Tag gehen. Als einen besonders schönen Trend empfinde ich die Renaissance der Unterkleider. Die sind zuweilen so schön, dass es fast schade ist, ein Kleid darüber zu ziehen.

  1. Pole Dance, die sehr sportliche Variante

Wer an Pole Dance denkt, hat wohl zuallererst die Erotikbranche im Sinn. Oder wie ich die TV-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“. Dort war ich sehr beeindruckt von einer jungen Frau, die sich athletisch und erotisch zugleich in schwindelerregender Höhe um die Stange wand. Immer mehr Sportstudios bieten Pole Dance mittlerweile auch als Sportart an. Und dieser Sport hat es in sich! Um sich so elegant um die Stange zu schwingen, ist ein enormer Kraftaufwand nötig. Anfängerinnen können aber auch erst einmal die Füße am Boden behalten. Das Spiel mit der Stange ist auch hier sehr erotisch. Oberkörper und Becken sind neben dem Selbstbewusstsein die am meisten gestärkten Körperteile.

  1. Mit Aerial Yoga Vertrauen in sich lernen

Meine jüngste Entdeckung in Sachen Körperwahrnehmung ist Aerial Yoga. Wieder einmal wie so oft in meinem Leben war es der pure Zufall, der mich in die erste Stunde führte. Und was soll ich sagen, ich war so begeistert, dass ich anschließend mein gesamtes Umfeld zu missionieren versuchte. Denn bei dieser Form des Yoga ist die Verbindung von Mensch und Tuch entscheidend. Hier wird nicht auf dem Boden praktiziert, sondern größtenteils in der Luft, teilweise über Kopf hängend. Dass ich mir das zutrauen würde, hätte ich vorher nicht gedacht. Und ganz ehrlich, nach der ersten Stunde war ich so überwältigt, dass ich heulen musste. Da es schwierig ist zu beschreiben, wie das ganze vonstatten geht, könnt Ihr hier meine Yoga-Lehrerin in Aktion sehen: https://www.youtube.com/watch?v=eq7T5n6vp8k#t=25

Welche Ideen und Erfahrungen mit dem Thema Körperwahrnehmung habt Ihr?

 

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