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6 wichtige Schritte zur richtigen Beziehung

Juhu, endlich ist sie da, die große Liebe. In der ersten Zeit ist der andere die wichtigste Person in unserem Leben. Das ist auch gut so, schließlich muss man sich erst einmal richtig kennenlernen und ausloten, ob und wie man zusammenpasst. Was will ich, was will der andere? Welche Kompromisse kann ich eingehen und wo sind meine Grenzen? Wollen wir zusammenziehen, wollen wir Kinder? Es gilt, eine richtige Beziehung aufzubauen und zu führen. Aber das ist gar nicht so einfach. Mit ein paar Gedanken im Hinterkopf lässt sich aber so manche Klippe umschiffen.

  1. Reden ist alles. Damit meine ich aber nicht den Alltag, die Miete, den Einkauf, die Kinder oder sonst etwas in der Richtung. Das ist sicherlich auch wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Genau solche Gespräche sind aber oft in längeren Beziehungen das Problem. Man verliert sich als Paar im Alltag aus den Augen, verliert den Kontakt zueinander, entfernt sich innerlich voneinander. Es geht also vielmehr darum, über sich und die Beziehung zu reden. Wie geht es mir? Wie geht es dir? Wie geht es mir mit dir? Und wie geht es dir mit mir? Das sind elementare Fragen, mit denen ihr eure Beziehung lebendig erhaltet. Darüber schafft ihr Nähe, könnt Verständnis erhalten, zeigt Interesse für den anderen.
  1. Ich gehöre mir, du gehörst dir. Das hört sich ganz simpel an, ist vielen Menschen aber oft nicht so ganz klar. Eine Beziehung zu führen, sich zu lieben, heißt nicht, sich selber aufzugeben, dem anderen zu gehören oder mit dem anderen zu verschmelzen. Ganz im Gegenteil birgt genau das große Gefahren. Denn wir sind alle Individuen mit einem eigenen Leben, eigenen Wünschen und Fantasien. Wenn wir uns selber aufgeben, verlieren wir uns und machen uns abhängig von dem anderen. Genauso wenig sind wir auch nicht verantwortlich für das Glück des anderen. Verantwortlich sind wir für unsere Kinder. Als Paar gehören wir zwar zusammen, sind aber weiterhin ich und du und übernehmen die Verantwortung für unser eigenes Wohlergehen.
  1. Unser Partner oder unsere Partnerin sind nicht selbstverständlich. Wenn wir erst einmal eine längere Zeit zusammen sind, richten wir uns oft in diesem Leben ein, nehmen den anderen und seine Liebe für gegeben hin. Aber das ist weder der Partner noch die Liebe! Unser Gegenüber braucht genauso wie wir das Gefühl, geliebt, geachtet, gehört, gesehen und respektiert zu werden. Mit kleinen Aufmerksamkeiten zeigen wir dem anderen, dass wir an ihn oder sie denken. Das ist nicht der Blumenstrauß, den wir einmal im Jahr verschenken. Das sind die Gesten, die Abnahme von Arbeiten, liebevolle Worte, Überraschungen zwischendurch.
  1. Ehrlichkeit währt am längsten. Das ist so ein altes Sprichwort und es hat Bestand bis heute. Wir sollten uns und dem Partner gegenüber ehrlich sein. Es macht keinen Sinn, wenn wir über unerfüllte Bedürfnisse oder Kritikpunkte schweigen. Das lähmt uns nur, nimmt uns den Atem in der Beziehung. Das macht unzufrieden und führt letztendlich dazu, dass wir mit der Beziehung unglücklich sind. Es ist so viel leichter, gemeinsam Probleme zu lösen als diese allein mit sich herumzutragen. Ganz wichtig ist Ehrlichkeit übrigens, wenn es um einen Kinderwunsch geht. Wenn man sich ehrlich sagt, was man darüber denkt, kann man auch gemeinsam entscheiden, wie es weiter geht. Alles andere ist Hingehalte.
  1. Unser Partner ist nicht der einzige Mensch auf der Welt. Schon klar, das weiß jeder auch so, immerhin gibt es sieben Milliarden davon. Aber warum denken wir dann, dass er oder sie es sein muss, der oder die alle unsere Bedürfnisse erfüllt? Das kann kein Mensch leisten! Mein Partner mag nicht shoppen, meine Partnerin nicht angeln? Unser Partner kann sich nicht haargenau für alles das interessieren, was wir spannend finden. Wenn wir alle unsere Erwartungen auf einen Menschen richten, kann das nur zum Scheitern verurteilt sein. Und so gibt es durchaus Dinge, die wir auch mit unsere besten Freundin oder unserem besten Freund erleben dürfen. Und sollten.
  1. Man muss nicht alles allein machen. Das scheint jetzt das Gegenteil vom letzten Punkt zu sein. Ist es aber nicht. Denn es gibt Paare, die machen tatsächlich kaum noch etwas gemeinsam. Der Alltag läuft, er geht zum Sport, sie geht zum Sport, man trifft sich kurz vor dem Schlafengehen im Bett. Wie wäre es denn mit einem Sport, den wir gemeinsam machen können? Da gibt es doch sicherlich einen Kompromiss. Probieren wir doch gemeinsam etwas Neues aus! Oder einen Sprachkurs, Tanzkurs, Vortrag? Denn manchmal kann es wie eine Aufmerksamkeitsspritze sein, wenn wir erleben, wie unser Partner etwas Tolles leistet und dabei am Besten noch von anderen bewundert wird! Oder wir bewundert werden, weil wir so einen tollen Partner haben!

Man könnte ein Buch damit füllen und hat das sicherlich auch schon getan. An dieser Stelle möchte ich nur dazu anregen, einmal sich selber und die Erwartungen an den Partner oder die Beziehung zu hinterfragen. Wo finde ich mich wieder, was kann ich ändern oder umsetzen? Das alles wirkt sich übrigens auch auf unser Liebesleben aus. Nur wenn ich das Gefühl habe, dass der andere wirklich ist bei mir, mich akzeptiert und liebt, so wie ich bin, kann ich mich fallenlassen. Wenn ich keine Erwartungen erfüllen oder mich verstellen muss. Dann bin ich auch viel eher bereit, auf die Wünsche des anderen einzugehen und zu meinen eigenen Wünschen zu stehen.

 

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